[Rezension] Feed. Viruszone von Mira Grant

12. Mai 2012 § Ein Kommentar

Titel: Feed. Viruszone
Autorin: Mira Grant
Übersetzer: Jakob Schmidt
Verlag: Egmont Lyx
Genre: Science Fiction
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 512
Reihe: Newsflesh #1
Erscheinungsdatum: Januar 2012
Preis: Taschenbuch: 12,90 €

 Klappentext

Im Jahr 2014 geschieht das Unbegreifliche: Künstlich hergestellte Viren entweichen aus einem Labor und verbinden sich zu einem neuen Krankheitserreger, der die Toten zum Leben erweckt. Millionen Menschen sterben, als eine Flut von Zombies die ganze Welt überrennt.

Zwanzig Jahre nach dem Ausbruch sind die Internetblogger Georgia und Shaun Mason auf der Suche nach den Hintergründen der Epidemie. Als Senator Peter Ryman sie bittet, ihn bei seiner Wahlkampagne zu begleiten, sagen die beiden sofort zu. Doch dann kommt es zu einem Zombie-Angriff, der eindeutig auf Sabotage zurückzuführen ist. Eine gefährliche Jagd beginnt …

Leitmotive

Zombies, Zukunft, Infektion, Überleben

Location

Santa Cruz, Kalifornien

Plot

Jahr 2039. Santa Cruz ist die Heimat der Zombies, jedenfalls seit dem Ausbruch der großen Epidemie. Unzählige Infizierte streifen durch die Gegend und suchen sich ihre Opfer. Georgia und ihr Bruder Shaun kommen gerade noch mal davon.

Ich beginne mal mit den ersten Seiten. Mira Grant hat es geschafft, dass ich weiterlese. Denn wow, das erste Kapitel wirft den Leser direkt rein in die Handlung und konfrontiert ihn direkt mit dem Hauptproblem: den Zombies. Dass sich Shaun und Georgia von alleine in das Gefahrengebiet wagen, mag vielleicht nicht jedem schlüssig vorkommen, doch eine gute Einleitung bietet das in jedem Fall.

Abwechslung gibt es nicht nur handlungsmäßig, denn Georgia und Shaun Mason schreiben jeweils Blogeinträge, die in ihrer Formatierung von dem restlichen Text abheben. Ab und zu ist erschreckend, wie leicht es Georgia fällt darüber zu reden, dass die Hälfte der Einwohner ihrer Stadt Berkley am Anfang der Epidemie verstorben sind, so wie der leibliche Sohn ihrer Adoptiveltern.

Bei diesem Roman werden altbekannte Zombievorstellungen mit Zukunftstechnik und Isolation kombiniert, was eine mir sehr neue, aber wirklich tolle Mischung ist. Man stelle sich die düstere Atmosphäre und hohe Sterberate der Charaktere eines Vampirromans vor und vermische es mit einer lockereren Version der Cassa und Ky – Umgebung. Und voilà! Feed entsteht. Allein die Beschreibung des Hauses war mal etwas Neues. Schon wie man hineinkommt ist eine Beschreibung wert.

»Shaun?«

»Ja?«

»War es die Sache wert?«

Nein, flüsterte George, und ich sagte: »Nein. Aber andererseits: Gibt es irgendetwas, das die Sache letztlich wert ist?«

Sie hat die Wahrheit gesagt, so, wie sie sich ihr dargestellt hat, und dafür ist sie gestorben. Ich war dabei, und ich habe überlebt. Das war es nicht wert. Aber es war die Wahrheit, und es musste so kommen. Daran versuchte ich mich festzuklammern, während wir das Haus betraten, um Abschied zu nehmen, so gut es ging. Ganz würde es uns nicht gelingen. Niemals. Aber es würde genügen müssen, für George, für mich und für die anderen. Denn mehr würden wir nicht kriegen.

»He George«, flüsterte ich.

Was ist?

»Jetzt schau dir mal das an.«

Wir traten ein.

Aber so wie dieses Buch genialste begonnen, so lässt die Spannung in den ersten Kapiteln rasant nach und als Leser ist man beinahe enttäuscht. Mira Grant hat fast die gesamte Spannung zu Beginn, der Einführung, verpulvert und dann dämmert die Story nur so dahin. Das Neue, das ich zu Beginn so gemocht habe, verwandelte sich nach und nach in ein komplexes Gestrüpp, dem man kaum noch folgen konnte. Es dreht sich alles nur noch um die Wahlkampagne und den Online-Journalismus mit all seinen neu erfundenen Begriffen – Newsies, Irwins und was sonst noch alles… Diese Art Wortneuschöpfung hat mir schon bei James Dashners Hörbuch nicht gefallen.

Erzählperspektive

Erzählt wird aus der Sicht Georgias, also in der Ich-Perspektive.

Feed. Viruszone hat meine Erwartungen, die ich von der Geschichte und dem Fortgang derer hatte, am Ende leider doch nicht so ganz erfüllt. Ich war überrascht, wie gut mir Georgia als Erzählerin und die Distanz zur Alltäglichkeit in der Handlung gefallen hat, aber ansonsten war alles eher daneben. Ich bin nicht wirklich gespannt, wie es um den Virus Kellis-Amberlee weitergeht. Ich denke, meine Erwartungen an den Rest des Buches habe ich einfach nach dem tollen Anfang zu hoch gesetzt, sodass das Buch sie gar nicht erfüllen konnte.

Und Vorsicht: Dieses Buch gehört auch zu einer Trilogie! Das habe ich beim Kauf nicht gewusst. Deshalb bin ich jetzt auch wieder wirklich enttäuscht, dass darauf noch zwei Bücher folgen. Ein Einzelband hätte doch auch mal gereicht.

Idee: 4/5
Plot: 3/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 3/5
Spannung: 4/5
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Ende: 4/5
Preis/Leistung: 3/5

[2] Deadline. Tödliche Wahrheit

Nach dem Tod seiner Schwester leidet Shaun Mason unter Depressionen. Doch das Leben geht weiter, und als Leiter einer Nachrichtenorganisation hat Shaun alle Hände voll zu tun. Bis eines Tages eine Mitarbeiterin des CDC bei Shaun auftaucht, die behauptet, wichtige Informationen über das Zombievirus zu besitzen, das die ganze Welt verändert hat. Und kurz darauf kommt es zu einem neuen, rätselhaften Ausbruch des Virus …

[3]

The year was 2014. The year we cured cancer. The year we cured the common cold. And the year the dead started to walk. The year of the Rising.

The year was 2039. The world didn’t end when the zombies came, it just got worse. Georgia and Shaun Mason set out on the biggest story of their generation. The uncovered the biggest conspiracy since the Rising and realized that to tell the truth, sacrifices have to be made.

Now, the year is 2041, and the investigation that began with the election of President Ryman is much bigger than anyone had assumed. With too much left to do and not much time left to do it in, the surviving staff of After the End Times must face mad scientists, zombie bears, rogue government agencies-and if there’s one thing they know is true in post-zombie America, it’s this:

Things can always get worse.

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