[Rezension] Buddenbrooks von Thomas Mann

10. Mai 2012 § Hinterlasse einen Kommentar

Titel: Buddenbrooks. Verfall einer Familie
Autorin: Thomas Mann
Verlag: Fischer
Genre: Gesellschaftsroman
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 768
Erscheinungsdatum: 1901
Preis: Taschenbuch: 9,95 €

Klappentext

„Mein in Deutschland populärstes Buch sind ja ohne Zweifel die ‚Buddenbrooks‘, und es kann sein dass in meinem eigenen Lande mein Name immer vorzugsweise mit diesem Werk verbunden bleiben wird.“

Thomas Mann an Bedrich Fucik, 15. April 1932

Plot

Die Geschichte einer gutbürgerliche Familie über vier Generationen hinweg erzählt, bis zum Aussterben der Familie Buddenbrook – das wäre dann der Inhalt. Lange Sätze, versteckter Humor und seitenlange Beschreibungen – also das, was auffällt beim Lesen. Detailreich ist dieser Roman allenfalls. Ob Thomas Mann eine Intention beim Schreiben dieses Werks verfolgt hat, wer weiß. Klar ist, dass er sich einige Arbeit und Mühe gegeben hat. Denn in Zeiten des Aufs-Papier-Schreibens war ein Manuskript solchen Umfangs ein ganzes Stück Arbeit.

Die Meinungen gehen auseinander was die Länge und Genauigkeit des Werks betrifft. War es wirklich nötig? Geht es überhaupt ohne? Im Endeffekt ist es egal, denn Thomas Mann hat es so verfasst und es ist immerhin sein Werk und nicht das des Lesers. Die Geschichte um die Buddenbrooks zeigt auf jeden Fall das Leben zur Zeit vor Bismarcks Reichsgründung und einige politischen Ereignisse lassen sich darin wiederfinden.

Im Vergleich zum Film lässt sich sagen, dass das Buch einem viel länger vorkommt als die Handlung eigentlich zu sein scheint. Familienangehörige sterben, und das immer früher. Gleichzeitig geht die Firma Pleite und Ehen scheitern. Eben das ganz normale Leben, nur halt in diesem Fall etwas schief gelaufen …

Was bleibt am Ende? Ein männlicher Nachkomme im Irrenhaus und ein paar weibliche Familienangehörige, die für den Erhalt der Familie aber erst einmal „wertlos“ sind. Immerhin müssen die zu jener Zeit immer einen anderen Nachnamen annehmen und die Linie Buddenbrook stirbt aus. So heißt Tony erst Buddenbrook, dann Grünlich und dann Permaneder.

Es ist offensichtlich, dass ich die Bewertungs-Zeichen dieses Mal weggelassen habe. Das hat mehrere Gründe. Zum einen will ich kein Buch bewerten, dass einerseits so hoch gehandelt wird und andererseits so „wichtig“ und wertvoll in der deutschen Literatur gehandhabt wird. Was ich auch vermeiden will sind Diskussionen wie bei Nichts von Janne Teller, das ja anscheinend auch für sehr gut gehalten wird. [Was wiederum nicht bedeutet, dass ich Buddenbrooks schlecht finde, nein! ;) ]

Also: Entweder mag man die Buddenbrooks oder auch nicht. Je nach dem , was für ein Leser man ist. Der Schreibstil hat mir zwar im Großen und Ganzen gefallen, genau wie die Handlung und die Motive im Roman. Natürlich erwartet ein moderner Leser eine etwas andere Spannung. Dieses Buch ist eben kein Bis(s)-Roman und auch kein Thriller … und leichte Kost ist es auch nicht.

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