[Rezension] Seven Souls von Barnabas Miller und Jordan Orlando

23. Juli 2011 § 4 Kommentare

Originaltitel: Seven Souls
Titel: Seven Souls. Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen
Autoren: Barnabas Miller und Jordan Orlando
Übersetzer: Franca Fritz und Heinrich Koop
Verlag: Arena
Genre: Thriller
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 416
Erscheinungsdatum: Juni 2011
Preis: Hardcover: 16,99 €

>> Leseprobe <<

Klappentext

WEN HASST DU AM MEISTEN?
WIE WEIT WÜRDESTDU GEHEN?
HEUTE IST DER TAG ZUM HANDELN.

Mary Shayne dachte, sie sei beliebt. Doch das war ein tödlicher Irrtum.

Leitmotive

Freundschaft, Beliebtheit, Tod, Party, Schule, Familie

Location

Manhattan (New York, USA)

Kaufgrund

Da ich einfach nicht an Thrillern vorbeigehen kann, musste dieser mit an die Kasse. Schon die Kurzbeschreibung hat mich darauf aufmerksam gemacht, geschweige denn die Idee der „Sieben Seelen“, aus deren Sicht Mary die Dinge nach ihrem Tod noch zu sehen bekommt.

Plot

Mary war nicht nur das beliebteste und hübscheste Mädchen der Schule, sondern auch das am meisten gehasste – und deshalb musste sie sterben. Aber ihr Tod ist nicht das Ende, sondern erst der Anfang. Ein Fluch sorgt dafür, dass sie den Tag, an dem sie starb, immer wieder erleben muss. Aus der Perspektive ihrer sieben Freunde lernt sie eine ganz andere Mary Shayne kennen. Und bekommt sieben Mal vor Augen geführt, dass jeder gute Gründe hatte, sie zu hassen.

Was mich nach Beenden dieses Thrillers am meisten beeindruckt hat, war die Spannung, die sich von der ersten bis zur letzten Seite hinzieht. Doch nicht nur das; auch die gut ausgearbeiteten und auch parallelen Handlungsstränge und die dadurch erzeugte Abwechslung sind mir positiv aufgefallen. Dieses Buch vom Autorenduo Barnabas Miller und Jordan Orlando ist ein Musterbeispiel für einen gelungenen Thriller. Die Rückblenden, das „Seelentauschen“ bzw. „Besetzen“, Marys Erinnerungen und Gedächtnislücken von früher – mir hat nichts gefehlt.

Erwähnenswert ist noch das Ende und die Auflösung des Mordes. Denn dort haben Barnabas Miller und Jordan Orlando Fantasyelemente als Erklärung eingebaut. Anfangs war ich von der Idee nicht begeistert, doch es lohnt sich trotzdem!

Gliederung

Gegliedert ist der Thriller in drei Teile. Der erste und längste Teil handelt von Mary Shaynes Todestag, wobei ich anmerken muss, dass der Tag, der beschrieben wird eigentlich – wie jeder andere Tag – um Mitternacht endet, da darauf ein neuer Tag beginnt. Mary allerdings stirbt erst um ca. 2 Uhr morgens (des nächsten Tages). Der zweite Teil behandelt die „Sieben Seelen“ und der letzte und kürzeste Teil trägt den Titel „Der Ach“.

Charaktere

Mary Shayne, ein 16-jähriges Mädchen, ist Protagonistin der Handlung. Sie lebt mit ihrer Schwester „Ellen“ und ihrer Mutter Dawn in einer kleinen Wohnung in New York. Trotzdem hat Mary reiche Freundinnen und hält sich für eines der beliebtesten Mädchen der Schule. Das bedeutet jedoch nicht, dass Mary unsymphatisch oder eingebildet rüberkommt. Nein, denn sie wirkt zunächst sogar symphatisch auf den Leser.

Was mir positiv aufgefallen ist, sind auch die übrigen Charaktere. Ellen, Dawn, Scott, Dylan, Patrick, Amy und Joon – ich konnte mir all ihre Namen merken, was nicht zwingend bei allen Büchern der Fall ist. Die Autoren haben es geschafft, die Charaktere so gut in die Handlung einzubauen und zu charakterisieren, dass sie dem Leser zwingend im Gedächtnis bleiben.

Titel & Cover

Der Titel ist passend und durch die Ergänzung („Sieben Gründe, Mary Shayne zu hassen) leichter einzuordnen, ohne zu viel vorweg zu nehmen. Im Vergleich zum Originalcover ist das deutsche Cover ein Meisterwerk. Zwar bin ich mir nicht ganz darüber im Klaren, wer auf der deutschen Coverversion abgebildet sein soll (Vielleicht Mary?), jedoch sind allein schon die der Rauch, die farbliche Gestaltung und die Schriftart Pluspunkte. Das Originalcover ist in meinen Augen nichts sagend und unpassend. Was sollen die Schriftzeichen vor Marys Gesicht?

Erzählperspektive

Erzählt wird in der 3. Person aus Sicht Marys. Besonders bei Thrillern passt beinahe jede Erzählperspektive. Hierbei ist die Entscheidung seitens der Autoren, aus der 3. Person zu berichten, eine gute gewesen.

Schreibstil

Der Schreibstil ist mitreißend und spannend. Es werden Andeutungen gemacht und Beschreibungen eingefügt – einfach alles scheinen die Autoren in Worte fassen zu können.

Fehler

Tatsächlich habe ich wieder einen kleinen Fehler gefunden. Anscheinend kommt keiner an mir vorbei.

„Ich habe ihn nicht einziges Mal angesehen – […]“ → Seite 353 Zeile 3f.

Dieser Satz sollte wohl in „Ich habe ihn nicht ein einziges Mal gesehen“ umgeändert werden. Aber bestimmt wird dieser winzige Fehler bald behoben, so wie auch schon der Fehler bei Magic 8.

Seven Souls beinhaltet einfach alles, was man von einem guten Thriller erwartet. Die Handlung ist verstrickt und spannend, eine düstere Umgebung schafft Angst. Dieser unvergessliche Thriller hat sich zu einem meiner Lieblingsbücher hochgemausert.

Plot: 5/5
Charaktere: 5/5
Schreibstil: 5/5
Spannung: 5/5
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 5/5
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§ 4 Antworten auf [Rezension] Seven Souls von Barnabas Miller und Jordan Orlando

  • Jana sagt:

    Schön, dass das Buch dir so gut gefallen hat, ich fange heute Abend damit an :)

    Liebste Grüße!

    Ps. Hast du meine E-Mail eig. erhalten?

  • Libby sagt:

    Viel Spaß damit, es ist wirklich ein tolles Buch!!! ;)

    Ja, deine E-Mail habe ich erhalten. Vielen Dank, dass du geantwortet hast. (Im Moment gibt es Schwierigkeiten mit der Verbindung und dem Server, deshalb konnte ich nicht antworten. Hängt sich nach ein paar Minuten immer auf.)

    Viele liebe Grüße,
    Libby

  • Anonymous sagt:

    Hey ich habe das Buch heute morgen angefangen und gerade fertig gelesen ich fand es so spannend, dass ich einfach nicht mehr aufhören konnte :) Echt tolles Buch !
    Viele Grüße

  • Vera sagt:

    Ich finde zwar das Cover nicht so toll, aber row, war die Handlung spannend! ich habe es fast ohne pause durchgelesen. aber es sind auch echt viele Seiten ;)))

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