[Rezension] Schauergeschichten vom schwarzen Schiff von Chris Priestley

23. Juni 2011 § 2 Kommentare

Originaltitel: Tales of Terror from the Black Ship
Titel: Schauergeschichten vom schwarzen Schiff
Autor: Chris Priestley
Übersetzerin: Beatrice Howeg
Illustrator: David Roberts
Verlag: Bloomsbury
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 240
Reihe: 2. Band einer (unabhängigen) Trilogie
Erscheinungsdatum: Februar 2011
Preis: Hardcover: 15,90 €

>> Leseprobe <<

Klappentext (Rückseite)

Es gibt Dinge auf dem Meer, ob in seiner dunklen Tiefe oder an der schimmernden Oberfläche treibend, die man nicht auf irgendwelchen Seiten irgendwelcher Bücher findet. Sie werden mit gedämpften Stimmen von Schiff zu Schiff und von Seemann zu Seemann weitergegeben.

Klappentext (Innenseite)

The Old Inn steht gefährlich nah am Rand einer Klippe über dem Ozean, auf dem ein schwerer Sturm tobt. Als ein geheimnisvoller junger Mann an die Tür des unheimlichen alten Hauses klopft und bittet, sich während des Unwetters unterstellen zu dürfen, bringen die Kinder es nicht übers Herz, ihn draußen stehen zu lassen. Während draußen der Sturm immer heftiger tobt, entdeckt drinnen der Fremde, dass die Kinder eine Vorliebe für schaurige Geschichten haben – und sein Vorrat scheint unerschöpflich zu sein. Die grausigste Entdeckung machen die beiden jedoch, als der Sturm sich gelegt hat und der neue Tag anbricht …

Leitmotive

Gruselgeschichten, Seemänner, Meer, Kinder, Tod, Familie, Drama

Location

Cornwall (England)

Erster Satz

Drei Tage und drei Nächte fegte ein heftiger, unerbittlicher Sturm über die Küste.

Plot

Das Buch Schauergeschichten vom schwarzen Schiff umfasst genau wie sein Vorgänger mehrere Gruselgeschichten, die der Seefahrer Jonah Tackeray zwei Kindern aus einem Gasthof erzählt. Der Unbekannte suchte während eines Sturmes Unterschlupf, den ihm Ethan, eines der Kinder, gewährte. Ethans und Cathys Vater hat sich auf den Weg zu einem Arzt gemacht, da seine Kinder krank wurden. Nun da es ihnen schon besser geht, hören sie sich die Gruselgeschichten des Mannes an, die alle etwas mit einem Schiff und der Seefahrt zu tun haben.

Zugegeben, ich war anfangs ein wenig enttäuscht von den ersten Kurzgeschichten. Sie waren nicht so spannend oder interessant wie die Kurzgeschichten in Onkel Montagues Schauergeschichten. Erst ab der vierten Geschichte ging es bergauf mit der Spannung. Der Hauptplot allerdings war genauso gut wie im Vorgängerband. Die Schauergeschichten werden mit jeder weiteren Geschichte immer gruseliger und spannender. Die Geschichte, die mir am besten gefallen hat, war die letzte. Priestley hat es geschafft, den Spannungsbogen bis zum letzten Satz aufrecht zu halten, was nicht allen Autoren so gut gelingt. Bis zum allerletzten Wort ist das Schicksal der beiden Kinder noch ungeklärt. Die Geheimnisse von Tackeray lösen sich bereits ein Kapitel vorher auf. Am traurigsten war aber as Ende, wenn es auch eine Erlösung war für Cathy udn Ethan, die nun endlich die Wahrheit über sich selbst und den verschwundenen Vater kennen, von dem ich die ganze Zeit über ein Lebenszeichen erwartet hatte.

Erzählperspektive

Der Hauptplot wird aus Sicht Ethans erzählt, die Schauergeschichten aus der Er/Sie-Perspektive.

Schreibstil

Der Schreibstil hat mir wieder sehr gut gefallen. Das Buch lässt sich leicht lesen, da Priestley eine einfache und auch angenehme Sprache verwendet.

Charaktere

Ethan Matthews ist der dreizehnjährige Protagonist des Hauptplots. Er lebt mit seiner Schwester Catherine, genannt Cathy, bei seinem Vater in einem Gutshaus abgeschieden von Cornwall. Seine Mutter ist bei der Geburt ihres kleinen Bruders gestorben. Dieser starb ebenfalls. Ethan und Cathy sind zwei besondere Kinder, denn sie interessieren sich für Grusel- und Horrorgeschichten. Ethan ist der einzige, der dem Fremden namens Tackeray misstraut. Denn Cathy ist völlig begeistert von seinen Geschichten.

Cover

Das Originalcover sieht aus wie das deutsche. Doch es gibt noch eine Coverversion, die ein wenig düsterer gestaltet ist und passenderweise ein schwarzes zeigt. Aber authentischer sind die Zeichnungen des Autors.

Chris Priestleys Schauergeschichten vom schwarzen Schiff ist ein liebevoll gestalteter Jugendroman, der bis zur letzten Seite den Spannungsbogen aufrecht erhält. Die ganze Wahrheit über die Charaktere erfährt der Leser erst in den letzten Kapiteln. Ich bin gespannt auf den dritten Schauergeschichten-Band.


Plot: 5/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 4/5
Spannung: 4/5
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 3/5

Band 1: Onkel Montagues Schauergeschichten

Band 3: Schauergeschichten aus dem Schlund des Tunnels

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