[Rezension] Göttlich verdammt von Josephine Angelini

19. Juni 2011 § 4 Kommentare

Originaltitel: Starcrossed
Titel: Göttlich verdammt
Autorin: Josephine Angelini
Sprecherin: Tanja Geke
Verlag: Oetinger Audio
Dauer: 420 Min. (gekürzte Fassung)
Reihe: 1. Band einer Trilogie
Erscheinungsjahr: Juni 2011
Preis: 24,95 Euro

Klappentext

Entdecke die Göttin in dir! Unerfüllte Sehnsucht, sagenhafte Kräfte Die 16-jährige Helen lebt gemeinsam mit ihrem Vater auf der amerikanischen Insel Nantucket. Als die Familie Delo in die Nachbarschaft zieht, spürt sie von Anfang an Aggressionen. Gleichzeitig plagen sie Alpträume und sie beginnt, außergewöhnliche Fähigkeiten an sich zu entdecken, die sie von ihren Mitschülern unterscheiden. Als sie sich mit Lucas Delo anfreundet, muss sie erfahren, dass die beiden sich nicht lieben dürfen: Sie stammen von griechischen Göttern ab, und ihre Familien sind verfeindet. Wenn Lucas und sie zu ihrer Liebe stehen, bricht ein Krieg aus Die erste Folge einer grandiosen Trilogie um schicksalhafte Liebe, eine antike Fehde und ein göttliches Erbe – fesselnd und unwiderstehlich.

Helen’s Song

Leitmotive

Liebe, Halbgötter, Götter, Griechenland, Familie, Umzug, Insel

Location

Nantucket (Massachusetts, USA)

Erster Satz

„Aber wenn du mir jetzt ein Auto kaufst, gehört es dir, wenn ich in zwei Jahren aufs College gehe. […]“

Kaufgrund

Göttlich verdammt ist momentan einfach überall anzutreffen. Das hat mich natürlich darauf aufmerksam gemacht und es musste schleunigst her, was eine gute Entscheidung gewesen ist.

Plot

Die Familie Delos ist neu auf der Insel, auf der auch Helen lebt. Lucas und der Rest der Großfamilie (u.a. Ariadne) sind Helen von Beginn an unsymphatisch und sie selbst weiß gar nicht, warum das so ist. Sie kennt diese Menschen doch gar nicht. Wieso sollte sie sie hassen? Dann hat Helen auch noch Albträume und als sie aufwacht, ist ihr Bett verdreckt und voller vertrocknetem Blut. In der Schule schließlich kommt es zu einer seltsamen Begegnung mit Lucas, bei der Helen eine Art Nervenzusammenbruch hat. Sie hatte das Gefühl, Lucas töten zu müssen.

In diesem Roman startet das Paranormale mit dem Umzug der Familie Delos von Spanien nach Griechenland. Diesmal ist es nicht die Protagonistin, die umzieht. Doch für diese, Helen, verändert sich alles, als Lucas Delos und seine Familie auftauchen. Sie hasst ihn. Auch das ist neu, denn ansonsten besteht immer vom ersten Blick an eine „besondere Verbindung“ oder manchmal auch nur Neugierde. Auch wenn die Idee der paranormalen Liebe keine neue ist, so ist es Josephine Angelini trotzdem gelungen, eine Welt zu schaffen, die auf eigenen Beinen steht. Götter, Halbgötter, Atlantis – das meiste ist dem Leser doch eher selten begegnet. Die Handlung ist sehr facettenreich und es passiert viel, wenn auch nicht zu viel, sodass es überladen wirkte.

Charaktere

Helen ist eine wunderbare Protagonistin. Ich konnte mich nach änfänglichen Schwierigkeiten gut mit ihr identifizieren. Helens Vater ist einer der ersten Nebencharaktere, die der Zuhörer kennenlernt. Er gibt sich Mühe mit der Erziehung Helens – er ist alleine, weil die Mutter von Helen beide verlassen hat – und bedrängt sie nicht, wie es viele Elternteile tun. Allerdings kauft er ihr beispielsweise kein Auto und lässt sie zur Schule zu Fuß gehen, mit dem Bus fahren oder eine Mitfahrgelegenheit suchen.

Helen hat furchtbare Angst vor Menschenmengen und vor allem Aufmerksamkeit. Ihr Vater macht sich deswegen Sorgen und schlägt ihr sogar angstlösende Tabletten vor. Einer der Gründe für Helens Ängste ist ihr Aussehen, ihre Kraft und ihre unglaubliche Schneligkeit. Daher wird sie als „Freak“ bezeichnet und als Außenseiterin angesehen. Sie kann sich schwer wehren, weil sie nicht schlagfertig, geschweige denn selbstbewusst ist.

Am Ende des Hörbuches merkt man, dass Josephine Angelini mit ihrer Protagonistin Helen zeigen will, dass man sich nicht verstecken muss, wenn man andere Stärken hat als die Anderen und alles andere als durchschnittlich ist.

Erzählperspektive

Erzählt wird in der Er/Sie-Form im Präteritum (Vergangenheit). Zwar gefallen mir Bücher aus der Ich-Perspektive meist ein wenig besser, aber dieses Mal ist es eine ganz gute Lösung, auf die Ich-Form zu verzichten. So hält der Zuhörer jedoch noch mehr Distanz zu der Protagonistin, was ich etwas schade finde.

Cover

Das Originalcover gefällt mir fast noch besser als das deutsche, denn es ist schlichter und zeigt das Meer, welches von Anfang an erwähnt wird. Das deutsche allerdings ist sehr auffällig mit den goldenen Farben und dem verzierten Rahmen. Auchdas shwedische (siehe rechts oben) ist sehr schön gestaltet.

Sprecherin

Tanja Gekes Stimme hat gut gepasst, sowohl zu Helen als auch zu den anderen Charakteren, da sie variiert hat. Sie ist ganz angenehm anzuhören. Keine falsche Aussprache und kein Lispeln oder ähnliches.

Göttlich verdammt ist ein empfehlenswerter Jugendroman über eine paranormale Liebe, der zwarparallelen zu anderen Romanen aufweist, aber trotzdem eigenständig ein Thema behandelt. Dank des Plots, der gut ausgearbeiteten Charaktere und der passenden Stimme der Sprecherin erhält Josephine Angelinis Erstlingswerk die beste Bewertung. Nicht nur Jugendliche können sich an der Geschichte erfreuen; auch für Erwachsene kann die griechische Mythologie in moderner Version sehr spannend sein. Dieses Buch hat ganz eindeutig das Potential zu einer Verfilmung und das Ende lässt Platz für eine spannende Fortsetzung.

Plot: 5/5
Charaktere: 5/5
Sprecherin: 5/5
Spannung: 5/5
Cover: 4/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

Band 2: Göttlich verloren

Band 3: Göttlich verliebt

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§ 4 Antworten auf [Rezension] Göttlich verdammt von Josephine Angelini

  • Cat sagt:

    Kleiner Kritikpunkt an deiner Rezension: Nantucket liegt in den USA und nicht Griechenland. Auf der ersten Seite erwähnt Helens Vater den Bundesstaat Massachusetts.
    Ich fand das Buch aber auch toll, habe es lustigerweise auf Mallorca gelesen.

  • Libby sagt:

    Danke für den Hinweis. Bei Hörbüchern überhört man so etwas leider schon mal … :)

  • Kiki sagt:

    ich wollte das buch anfangs nicht lesen, dachte dass buch währe nur eine twilight-nachmache. habs sicher über einen monat nicht lesen wollen. dan hab ichs mir doch gekauft und es war eines der bessten bücher die ich jemals gelesen hab. wenn ich jetzt daran denke das ich es anfangs garnicht haben wollte…

  • Libby sagt:

    @Kiki
    Mir ging es anfangs genauso. Aber es war ein geniales Buch, das nur ein wenig an andere Bücher erinnert.. ;)

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