[Rezension] House of Night. Gezeichnet von P. C. und Kristin Cast

4. Juni 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Originaltitel: House of Night. Marked
Titel: House of Night. Gezeichnet
Autorinnen: P. C. und Kristin Cast
Sprecher: Marie Bierstedt
Verlag: Lübbe Audio
Dauer: 04 Std. 56 Min. (gekürzt) 
Reihe: 1. Band einer Reihe
Erscheinungsdatum: 2009
Preis: 7,95 €

>> Hörprobe <<

Klappentext

Als die 16-jährige Zoey Redbird auf ihrer Stirn mit einer saphirblauen Mondsichel gezeichnet wird, weiß sie, dass ihr nicht viel Zeit bleibt, um ins HOUSE OF NIGHT, das Internat für Vampyre, zu kommen. Sie ist absolut nicht begeistert davon, ein neues Leben anfangen zu müssen. Aber Zoey ist kein gewöhnlicher Vampyr – sie ist eine Auserwählte der Vampyrgöttin Nyx. Und sie ist nicht die Einzige im HOUSE OF NIGHT mit besonderen Fähigkeiten. Als sie entdeckt, dass die Anführerin der „Töchter der Dunkelheit“ ihre von der Göttin gegebenen Kräfte missbraucht, muss Zoey den Mut aufbringen, sich ihrem Schicksal zu stellen…

Trailer

„Wenn Du Twilight liebst, wirst Du DAS auch lieben.“ Erstens nervt es mich sowieso, wenn mit solchen Sprüchen geworben wird. Zweitens sind diese Bücher bis auf die Vampyrsache völlig anders als die Bis(s)-Bücher und die Liebe zwischen Bella und Edward durch Zoey und Erik nicht zu toppen, nur um das vorab klarzustellen.

Leitmotive

Vampyre, Internat, Familie, Freundschaft, Liebe, Veränderung

Erster Satz

Gerade als ich dachte, noch schlimmer kann dieser Tag gar nicht werden, sah ich den toten Typen neben meinem Schließfach stehen.

Plot

Das Vampyrinternat „House of Night“ ist ein solider Grundbaustein für eine Vampyrgeschichte. Auch das „gezeichnet“ werden ist eine gute Idee. Gefehlt hat mir allerdings etwas mehr Spannung. Ich bin mir sicher, dass diese besonders in den folgenden Bänden der Reihe aufgebaut wird, doch auch der Einstieg in eine Buchserie sollte gelungen sein, damit der Leser überhaupt daran denkt, den Folgeband zu lesen.

Kristin Cast, die Tochter von P. C. Cast, hat ihrer Mutter geholfen, den Roman etwas authentischer zu gestalten, also den Sprachstil jugendlich klingen zu lassen. Das ist ihr sehr gut gelungen. Zwar war es besonders in den ersten Sätzen zu  aufgesetzt, aber im Rest der Handlung doch ziemlich passend.

Dadurch, dass die Vampyr-Welt in dieser Buchreihe ziemlich überladen und viel zu magisch wirkt, war es manchmal ein wenig eintönig und langweilig. Die älteren Vampyre sprechen wie Priester und tragen Namen wie Götter und andauern fallen Begriffe wie „gereifter“ Vampry oder Jungvampyr. Es gab sogar zeremonienähnliche Rituale, die genauso spannend waren wie ein eingeschlafenes Bein. Mir kam das ganze Theater vor wie in einer Sekte. Ich hatte die Messlatte sehr hoch gesetz, weil ich nur positives über diese Buchreihe gehört habe. Was mich sehr verwundert hat, war die Tatsache, dass manche der Jungvampyre die Verwandlung nicht überleben, aber niemand sich wirklich darum zu scheren scheint. Die erwachsenen Vampyre übergehen den Tod einfach und die Schüler dürfen ihre Trauer – wenn sie den welche haben – nicht zeigen. Da fiel den Autorinnen einmal etwas ein, dass eine düstere und weniger klischeehafte Atmosphäre schaffen könnte, und es ist trotzdem nur nebensächlich eingesetzt worden. Auch kann man sich als Leser die Gesellschaft um Zoey nicht wirklich vorstellen. Ihnen ist die Exsistenz von Vampyren bekannt, aber außer der Szene in der Schule ganz am Anfang wird kaum etwas über die Menschen außerhalb des Internats gesagt.

Mit Spannung wurde die Geschichte erst versetzt, als Zoey dem Geist von Elizabeth und Elliot begegnet, und das geschieht erst nach drei Vierteln der Handlung. Das ist viel zu wenig an Spannung.

Charaktere

Zoey Montgomery bzw. Redbird

Die 16-jährige Zoey wird eines Morgens neben ihrem Schließfach in der Schule von einem Vampyr gezeichnet. Von da an beginnt ihre Verwandlung in dieselbe Spezies. Zoey ist eine Protagonistin, von der ich mir leider nur rein äußerlich ein Bild machen konnte. Eine Persönlichkeit formt sich bei ihr nur sehr langsam im Laufe der Handlung. Das kam auch dadurch, dass Zoey gar nicht richtig vorgestelllt wurde, denn direkt am Anfang wird sie von dem Vampyr in der Schule gezeichnet. Später löst sie Aphrodite als Anführerin der „Töchter und Söhne der Dunkelheit“ ab.

Was mich sehr gestört hat, ist die strikte Trennung der guten und netten Schüler wie Zoey und der bösen und gemeinen Schüler wie zum Beispiel Aphrodite und ihre Freundinnen. Besser gelungen ist die Liebe zwischen Zoey und Erik Night, Aphrodites Exfreundin. Allerdings ist es keine so wundervolle Liebesgeschichte wie bei Bella und Edward oder Nora und Patch.

Damien Maslin, Erin Bates und Shaunee werden zu Zoeys Freunden. Damien ist homosexuell und Erin Zoeys Mitbewohnerin. Hinzu kommt Zoeys Erzfeindin Aphrodite LaFont, Erik Night, der gutaussehende Exfreund Aphrodites und nun Zoeys Freund, und Stevie Rae Johnson, Zoeys Zimmergenossin.

Erzählperspektive

Erzählt wird aus Sicht Zoeys in der Ich-Perspektive. Aus ihrer Sicht lernt man die Welt der Vampyre neu kennen und kann gut nachvollziehen, wie es ihr dabei geht. Allerdings stehen meist oberflächliche Beschreibungen im Vordergrund.

Titel & Cover

Den Titel House of Night, zu dt. „Haus der Nacht“ wirklich schön, da er einfach gut klingt. Auch das kleine angehängte Wörtchen Gezeichnet gibt perfekt den Inhalt wieder. Das amerikanische Originalcover und das deutsche sowie das spanische Cover sind bis auf Kleinigkeiten gleich gestaltet. Es ist keine besonders künstlerische Meisterleistung, doch wenigstens hat es Bezug zum Inhalt.

Sprecherin

Marie Bierstedt hat eine helle, aber passende Stimme. Sie klingt jugendlich und harmoniert mit dem Charakter Zoeys.

Der erste Band der House-of-Night-Reihe ist ein überaus jugendliches Buch, geschrieben in einfachem und flüssigen Schreibstil, mit Charakteren, die der Leser zwar kennenlernt, aber alle gleich wirken. Dazu kommt, dass ich das Gefühl hatte, Zoey hätte vor dem Internat gar kein Leben gehabt. Immerhin wechselt sie ohne zu zögern den Nachnamen und scheint ihre Familie nicht zu vermisse. Nach ungefähr drei Vierteln des Hörbuches baut sich letztendlich Spannung auf, allerdings bin ich noch sehr zuversichtig und setze meine Hoffnung auf den zweiten Band. Daher fällt die Bewertung vier von fünf aus.

Plot: 4/5
Charaktere: 4/5
Sprecherin: 4/5
Spannung: 4/5
Cover: 4/5
Ende: 4/5
Preis/Leistung: 5/5
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