[Rezension] Magic 8. Ein Sommer voller Wünsche von Risa Green

2. Juni 2011 § 11 Kommentare

Originaltitel: The Secret Society of the Pink Crystal Ball
Titel: Magic 8. Ein Sommer voller Wünsche
Autorin: Risa Green
Übersetzerin: Anne Markus
Verlag: Arena
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 349
Erscheinungsdatum: Januar 2011
Preis: Hardcover: 15,99 €

>> Leseprobe <<

Klappentext

Erin kann es nicht fassen, als ihre Tante während eines Gewitters von einem Blitz getroffen wird. Was hatte sie bei dem Unwetter draußen zu suchen? Und weshalb hat sie vor einem Jahr den Kontakt zu Erins Familie abgebrochen? Und vor allem: Hat ihre Tante wirklich nichts Besseres zu vererben als eine dämliche Kristallkugel aus Plastik? Eine originelle Geschichte voller Spannung und Humor.

Leitmotive

Freundschaft, Beliebtheit, Schule, Liebe, Familie

Kaufgrund

Dieses Buch habe ich nicht gekauft, sondern geschenkt bekommen. Ich möchte der Schenkerin dafür herzlich danken.

Plot

Erins Tante Kate bzw. „Kiki“ ist tot, denn sie wurde vom Blitz getroffen. Ihre Trauerfeier gleicht einer Esoterik-Sitzung oder auch Geisterbeschwörung, und dann vererbt sie Erin auch noch eine rosafarbene Kristallkugel. Dazu kommt, dass sie mit Jesse zusammen ein Kunstprojekt starten muss und sie dreimal zusammen ins Kunstmuseum gehen müssen. Erin beginnt, sich in Jesse Cooper zu verlieben … Langsam findet Erin heraus, was es mit dem Brief bzw. der Anleitung von Kiki auf sich hat. Zusammen mit Lindsay und Samantha testet sie die Funktionen der rosafarbenen Kristallkugel aus.

Die ersten Seiten des Romans konnten mich leider gar nicht fesseln, doch ich habe weitergelesen und war ab ungefähr dem Ende des ersten Drittels völlig begeistert. Was kindisch und klischeehaft begonnen hat, entwickelt sich zu einer richtigen Jugendgeschichte. Liebe, Freundschaft, Familie, Tod – alles spielt eine Rolle. Natürlich bleiben viele Klischees über Mädchen trotzdem erhalten, aber Erin, Lindsay und Samantha, die sich zu Beginn benommen haben, als wären sie höchstens dreizehn Jahre alt, wirken plötzlich wie Teenager. Diese Wendung hat mich sehr erstaunt! Wie gesagt, ich war und bin begeistert.

Gliederung

Die Kapitel waren kurz, aber das gefiel mir sehr. Bei diesen kurzen Kapiteln hat man das Gefühl, besser voran zu kommen. Doch später ändert sich das, denn die Seitenzahl pro Kapitel steigt. Trotzdem habe ich nur einen einzigen Tag, nämlich heute, gebraucht, um diesen Jugendroman mit seinen 349 Seiten komplett durchzulesen.

Charaktere

Erin Channing ist die Protagonistin. Sie ist ein Superhirn, hat braunes, glattes Harr und braune Augen. Ansonsten beschreibt sie sich selbst als der langweiligste und durchschnittlichste Mensch der Welt. Ich konnte mich mit ihr nicht wirklich gut identifizieren, weder innerlich noch äußerlich. Die erste Seite schon hat mich skeptisch gemacht. Dort hat sie sich in kurzen Stichpunkten vorgestellt. Intelligenzbestien, die das auch noch so offensichtlich erwähnen sind mir immer sofort unsymphatisch. Ich setze eher auf stille Genies, was Erin zum Ende hin auch wird, aber auch nur, weil sie ihre Superhirn-Ego dem Leser nicht mehr allzu oft verkündet. Erins beste Freundinnen sind die hübsche, aber unbeliebte Lindsay Altman und die reiche Samantha Burnham. Sie werden direkt nach Erin vorgestellt. Ich fühlte mich überrumpelt. Sonst lernt man die Charaktere nicht mit all ihren Macken und Geheimnissen sofort kennen, sondern muss jedes Detail zusammenfügen. Mir sind zwar beide Varianten recht, doch fühlte ich mich dadurch einfach schneller in die Handlung integriert.

Titel

Sowohl der Originaltitel als auch der deutsche Titel wurden dem Inhalt angepasst. Beide Titel klingen geheimnisvoll und magisch. Was hat esauf sich mit der Acht? Anfangs habe ich nicht gedacht, dass mir diese Frage beantwortet werden würde, da mir oft Bücher begegnen, deren Titel völlig wahrlos gewählt waren. Dieser jedoch erhält einen Sinn. Allerdings wird in keinem einzigen Satz im Buch erwähnt, dass es Sommer ist, und das sollte doch erwähnt werden, wenn es doch „ein Sommer voller Wünsche“ ist. Was mich dazu führt, dass der Titel eigentlich schon den Großteil der Handlung vorwegnimmt. Anzumerken ist jedoch, dass ich zu Beginn diese Bedeutung nicht erkannt habe. Ein gut versteckter Hinweis!

Cover

Links abgebildet ist das Originalcover. Meiner Meinung nach ist es weniger jugendlich als das deutsche. Das abgebildete Mädchen passt rein äußerlich haargenau zu der Protagonistin Erin Channing.

Die deutsche Coverversion ist sehr farbintensiv gestaltet, vielleichtauch als kitschig zu umschreiben und wurde mit einem Plastik-Edelsteinchen versehen. Allerdings ist es bei vielen Ausgaben schief eingeklebt worden, wie auch bei meiner. Bedauerlicherweise hat das lilafarbene Cover aber keinen Bezug zum Inhalt. Auf dem links abgebildeten ist wenigstens die Protagonistin und ihre Kristallkugel zu sehen.

Erinnert hat mich das Coverdesign an die Edelstein-Trilogie von Kerstin Gier, die ebenfalls vom Arena Verlag veröffentlicht wurde.

Erzählperspektive

Erin ist die Ich-Erzählerin dieses Romans. Aus ihrer Sicht erfährt der Leser ihre Gedanken und Gefühle. So sieht man die gesamte Handlung aus den Augen Erins, wobei die anderen Charaktere mithilfe der wörtlichen Rede ihre Gedanken äußern.

Schreibstil

Der Schreibstil ist dermaßen einfach, umgangssprachlich und jugendlich, dass ich mich anfangs erschreckt habe. So etwas finde ich sonst immer schlecht. Bei diesem Roman war es mehr als erträglich, am Ende sogar sehr angenehm. Allerdings hätte ich mir etwas Anspruchsvolleres gewünscht, obwohl der Schreibstil doch sehr authentisch ist. Risa Green hat aber auch die Angewohnheit andauernd a) und b) Möglichkeiten einzubauen. Einmalig eine gute Idee, auf Dauer leider etwas überladen.

Fehler

Da haben wahrscheinlich die Übersetzerin und der Arena Verlag nicht aufgepasst, aber es sollte schon erkennbar sein, ob Erins Freundin Lindsey mit e oder Lindsay mit a heißt. Diese Verwirrung ist mir auf Seite 22 begegnet. Dies wird allerdings sofort behoben und sollte in den nächsten Auflagen nicht mehr vorhanden sein.

Magic 8. Ein Sommer voller Wünsche von Risa Green ist ein anfangs holpriger, später jedoch tiefgründiger Jugendroman. Die magische Handlung ist abwechslungsreich und zum Ende hin spannend.

Plot: 4/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 4/5
Spannung: 4/5
Titel: 4/5
Cover: 4/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 4/5
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