[Rezension] Bis(s) zum Abendrot von Stephenie Meyer

30. Mai 2011 § 5 Kommentare

Originaltitel: Eclipse
Titel: Bis(s) zum Abendrot
Autorin: Stephenie Meyer
Übersetzerin: Sylke Hachmeister
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 640
Reihe: 3. Band einer Tetralogie
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Preis: Taschenbuch: 10,90 €, Hardcover. 19,90 €

>> Leseprobe <<

Klappentext

Bellas Leben ist in Gefahr. Seattle wird von einer Reihe rätselhafter Mordfälle erschüttert, ein offensichtlich blutrünstiger Vampir sinnt auf Rache. Und seine Spuren führen zu Bella. Aber damit nicht genug: Nachdem sie wieder mit Edward zusammen ist, muss sie sich zwischen ihrer Liebe zu ihm und ihrer Freundschaft mit Jacob entscheiden – wohl wissend, dass sie damit den uralten Kampf zwischen Vampiren und Werwölfen neu entfachen könnte … Der Tag der Entscheidung rückt immer näher – was wird Bella wählen: Leben oder Tod?

Leitmotive

Vampir, Liebe, Freundschaft, Kampf, Beziehung

Location

Forks (Washington, USA), Quileute-Reservat

Plot

In Seattle häufen sich rätselhafte Morde. Ein Tier? Doch nein, denn es sind neu erschaffene Vampire. Als dann auch noch jemand in Bellas Zimmer eindringt und ihre Klamotten klaut, beschließen die Cullens gegen die Jungvampire zu kämpfen, wenn sie sich auf den Weg machen. Jasper, der Erfahrung mit solch ungestühmen und strategielosen Vampiren hat, teilt sein Wissen mit seiner Familie und sogar mit den Werwolfrudel um Sam und Jacob. Diese wurden nämlich als Verstärkung zugezogen. Doch die rund zwanzig jungen Vampire wurden von jemandem erschaffen, der es auf Bella abgesehen hat. Wer ist es? Victoria? Die Volturi?

Der dritte Vampirband ähnelt dem ersten. Im Vordergrund stehen natürlich noch Bella und Edward, und einen Kampf gibt es auch. Bella muss wieder in Sicherheit gebracht werden, weil jemand wieder einmal hinter ihr her ist. Wieso hat es alle Welt auf Bella abgesehen? Für mich ist das leider unverständlich. Mir kam es so vor als wolle die Autorin unbedingt noch einen Kampf einbauen, völlig egal wie.

Ich war trotzdem sehr erleichtert, dass der dritte Band im Vergleich zum dritten Teil besser war. Die Begeisterung, die beim ersten Teil der Vampir-Saga aufgekommen ist, kam aber nur sehr schleichend zurück. Allerdings ist anzumerken, dass die Hälfte des Buches nur so vor sich hin pltschert und so gesehen auch einfach  kaum etwas passiert. Lediglich Bellas Gedanken um ihren bevorstehenden Schulabschluss, die ungewollte Party von Alice und ihre Verwandlung. Über den Einbruch in Bellas Zimmer wird immerhin nur geredet. Spannung kommt erst auf, als Jasper seiner Adoptiv-Familie und den Werwölfen ein paar Kampfstrategien gegen Jungvampire zeigt und vorführt. Dabei war ich vom Vampirclan unheimlich enttäischt. Sie haben tausendmal mehr Vorurteile gegen „Blutsauger“ als diese gegen Werwölfe haben. Dazu kommt, dass sie sich – mit Ausnahme von Jacob, der aber Edward wahrscheinlich nur provozieren will – nicht in Menschengestalt zeigen. Auch sonst halten sie sich geduckt und treten nie einzeln auf.

Bella war wieder ganz die alte. Zum Glück, denn ihren Zerfall in Selbstmitleid im zweiten Band wollte ich nicht wiedererleben müssen. Und Jacob akzeptiert sie immer noch nur als Freund. Und Jacob macht sich immer noch Hoffnungen was ihre Beziehung betrifft. Daher küsst er sie auch, worauf Bella ihn ins Gesicht schlägt und sich das Handgelenk verletzt.

Später, kurz vor dem Kampf, zwingt er sie mit einem Trick, ihn um einen Kuss zu bitten. Er würde sich sonst umbringen, sagt er. Bella hat Angst um ihn und gewehrt ihm einen Kuss, der inniger verläuft als erwartet.

Der Kampf gegen die jungen Vampire verläuft fast wie geplant. Allerdings ist Victoria ja mit ihrem jungen Begleiter-Vampir auf der Lichtung bei Seth, Bella und Edward gelandet. Zum Glück schafft es Edward, sie zu zerstückeln und zu verbrennen.

Doch schief gelaufen ist etwas bei der anderen Lichtung. Leah wollte sich beweisen, Jacob versuchte sie zu retten und verletzte sich schwer. Eine Körperhälfte wurde zertrümmert und viele Knochen gebrochen. Carlisle verarztet ihn und muss ihm dabei wieder die Knochen brechen, da diese einfach zu schnell und schief zusammengewachsen sind. Als Bella Jacob in seinem Zimmer besucht, sprechen sie über ihre Beziehung. Auch Bella muss sich eingestehen, dass es mehr als Freundschaft ist, was die beiden verbindet. Sie liebt ihn auch, was sie Jacob auch zu verstehen gibt. Doch andererseits weiß sie, dass sie noch viel mehr für Edward verbindet. Am Abend dann weint Bella ununterbrochen und lässt sich von Edward trösten. Nicht gerade angebracht. Hat sie sich richtig entschieden, wenn sie doch so viel für Jacob empfindet? Ja, da ist sie sich sicher. Der Epilog ist sehr einfühlsam geschrieben. Endlich erfährt man als Leser, was Jacob denkt und was er fühlt.

Erst da wird sehr deutlich, wie scherzhaft es für ihn ist, dass Bella und Edward heiraten und er sie für immer verloren hat. Auch erhält Jacob einen Brief, genauer gesagt eine Einladung zu der Hochzeit. Von Edward. Bella wollte Jacob durch eine Einladung nicht zwingen zu kommen, aber Edward will Jacob die Wahl lassen.

Cover

Das rechts abgebildete Cover ist zwar das Originalcover, aber bei einem deutschen Verlag, dem Piper Verlag, erneut erschienen. Mir gefallen beide Cover sehr. Das blutrote, eingerissene Band symbolisiert sehr gut die Handlung. Überhaupt ist die Farbkombination von Rot, Schwarz und Weiß kaum zu übertreffen.

Bis(s) zum Abendrot hat die Begeisterung wieder erweckt, die Bis(s) zum Morgengrauen in mir ausgelöst hatte. Der zweite Band leider hatte mir die Leselust an der Bi(s)-Reihe gründlich verdorben. Stephenie Meyer lässt Emotionen zum Leben erwecken und wechselt zum ersten Mal die Perspektive, jedenfalls im Epilog. Ich kann mir keinen besseren Lesestoff vorstellen.


Plot: 5/5
Charaktere: 5/5
Schreibstil: 5/5
Spannung: 4/5
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 5/5

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