[Rezension] The Vampire Diaries I von Lisa J. Smith

23. Mai 2011 § 4 Kommentare

Originaltitel: The Vampire Diaries 1 - The Awakening
Titel: The Vampire Diaries I. Im Zwielicht
Autorin: Lisa J. Smith Sprecher: Adam Nümm und Jennie Appel
Verlag: cbt
Dauer: 6 Std. 6 Min. (ungekürzte Fassung)
Reihe: The Vampire Diaries #1
Erscheinungsjahr: 2011
Preis: 20,95 Euro

>> Hörprobe <<

Klappentext

Eine dunkle Ahnung von drohendem Unheil überkommt die 17-jährige Elena, als sie eines sonnigen Morgens eine riesige schwarze Krähe entdeckt, deren Blicke sie unablässig wie aus Menschenaugen zu verfolgen scheinen. Doch kaum betritt Elena die Highschool, ist alle Angst vergessen, denn Hals über Kopf verliebt sie sich in den umwerfenden italienischen Neuzugang: Stefano. Zu ihrer großen Enttäuschung wirkt der zunächst alles andere als interessiert. Doch hinter Stefanos cooler Fassade brodelt es: Auch er ist Feuer und Flamme für die Highschool-Schönheit und schon bald kann er sich seinen leidenschaftlichen Gefühlen nicht mehr widersetzen.

Noch ahnt Elena nicht, welch verhängnisvolles Schicksal ihr damit bevorsteht. Denn Stefano hütet ein schreckliches Geheimnis: Elena erinnert ihn nicht nur an seine tragische Liebe – zu allem Übel liegt diese Geschichte auch noch 400 Jahre zurück! Stefano ist in Wirklichkeit nämlich ein Vampir und stammt eigentlich aus dem Florenz des 15. Jahrhunderts! Damals war ein erbitterter Kampf zwischen Stefano und seinem Bruder Damon um die schöne Catarina entbrannt – und durch Catarinas Fluch hatten sich die Brüder in Vampire verwandelt…

Hier in der beschaulichen Kleinstadt Fell’s Church, die Stefano gewählt hat, um seinem Schattendasein in Italien zu entfliehen und endlich in der Welt des Tageslichts neu anzufangen, droht sich das Drama von einst zu wiederholen. Denn der Kampf der Rivalen ist noch immer nicht entschieden: Ebenso wie Stefano verliebt sich nämlich auch Damon in Elena. Doch während sich Stefano verzweifelt gegen sein Verlangen nach ihrem Blut wehrt, hat Damon es genau darauf abgesehen: In wechselnder Gestalt versucht er skrupellos, Elenas und Stefanos Liebe zu zerstören, um selbst von ihrem Blut zu trinken. Und plötzlich ist Stefano spurlos verschwunden…

Leitmotive

Vampire, Freundschaft, Liebe, High School, Friedhof

Location

Fell’s Church (fiktive Stadt in Virginia), Robert E. Lee High School

Erster Satz

Liebes Tagebuch, heute wird etwas Schreckliches passieren.

Plot

Das erste Mal trifft Elena den unbekannten, neuen Jungen an der Schule. Stefan Salvatore. Mit seinem Porsche fährt er vor, mit seiner Lederjacke steigt er aus. Doch er beachtet die Schulschönheit Elena mit keinem Blick. Als sie dann beim Schulball Ballkönigin wird, spricht sie ihn sogar an. Aber Stefan ist mit jemand anderes zum Ball gekommen …

Auf dem Friedhof dann, nachdem Elena mit fast jedem Jungen auf dem Ball geflirtet hat, landet sie mit Tyler auf dem Friedhof. Er belästigt sie, doch Stefan ist bereits auf dem Weg zu ihr. Es kommt zum Kampf. Nachher stellt Elena Stefan in seiner Pension zur Rede. Dieser erzählt ihr von Catarina, seiner alten Flamme.

Währenddessen finden Meredith und Bonnie Vicky völlig verstört vor. Sie kommt aus der Kirche und scheint verwirrt. Vicky hat Kratzer an Teilen ihres Körpers. Ihr Angriff ähnelt dem des Obdachlose unter der Brücke, den ein tierähnliches Wesen angegriffen hatte.

Auch in diesem Buch setzen die Fantasyelemente, jedenfalls was Elena betrifft, sehr spät ein. Natürlich erfährt der Leser schon am Anfang, dass Stefan Blut trinkt und Tiere jagt, aber das Paranormale begegnet Elena erst am Ende. Am Anfang gleicht die Handlung einem typischen High-School-Teenie-Drama. Ein beliebtes Mädchen, ein beliebter Junge, ein Schulball. In gewisser Weise ist es ein guter Einstieg. Leider ist Elenas eingebildete, aber auch unsichere Art verwirrend und widerspricht sich ein wenig.

Ganz am Ende der Handlung baut sich sogar Spannung auf. Was mich allerdings gestört hat, war die Entwicklung der Liebe zwischen Elena und Stefan. Zunächst haben sie kein Wort miteinander geredet, und er ist ihr aus dem Weg gegangen. Dann plötzlich küssen sie sich und gestehen ihre innige Liebe. Mir ging das zu schnell. Elena weiß doch kaum etwas über Stefan und umgekehrt.

Schreibstil

Der Schreibstil war sehr abwechslungsreich, einfach, hielt aber auch ein bisschen mehr Abstand zwischen dem Leser und den Charakteren, da es keinen Ich-Erzähler gab und eben oft bezüglich der Perspektive gewechselt wurde.

Erzählperspektive

Die Tagebucheinträge sind in der Ich-Perpsktive geschrieben, der Rest wird aus Sicht eines außenstehenden Erzählers berichtet. Auch Rückblenden wurden eingebaut.

Charaktere

Elena Gilbert

Da ich die TV-Serie The Vampire Diaries gesehen habe, bevor ich die Buchreihe begonnen habe, bin ich der „neuen“ Elena gegenüber etwas misstrauisch. Plötzlich wird sie als blonde, beliebte Schönheit beschrieben, die blasse Porzellanhaut hat, was meine Vorstellungskraft leicht überfordert. Ich habe immer noch die TV-Elena im Sinn. Diese ist immerhin brünett und hat gebräunte Haut.

Sie konnte sich nicht erinnern, wann ihr so etwas das letzte Mal bei einem Jungen passiert war. Jeder riskierte zumindest mal einen Blick. Einige stießen bewundernde Pfiffe aus. Andere brachten genug Mut auf, sie anzusprechen. Und dann gab es noch die, die sie nur offen anstarrten. Und das hatte Elena immer gefallen. Was gab es schließlich Wichtigeres als Jungs? Sie waren der Maßstab für Beliebtheit und Schönheit.

Elena ist nicht mehr das vernünftige Mädchen, wie ich es in der Serie kennengelernt habe. Sie ist wie besessen von Stefan, obwohl sie mit Matt zusammen ist, mit dem sie jedoch Schluss machen will. Allerdings will sie Stefan nur, weil sie beliebt ist und sonst auch jeden haben kann.

Sie würde ihn erobern, auch, wenn es sie umbringen sollte. Und sogar dann, wenn es sie beide umbrachte.

Bedauerlicherweise ist die Buch-Elena ziemlich eingebildet. Sie ist dadurch weniger symphatisch als die TV-Elena. Im Buch lebt Elena zusammen mit ihrer Schwester Margaret und ihrer Tante Judith.

Stefan Salvatore

Stefan wirkte wie in der Fernsehserie, daher kam mir sein Charakter sehr vertraut vor. Dunkle Sonnenbrille, Jeans, Shirt und Lederjacke. Allerdings hatte er schwarze Locken …

„Also, Elena. Hör genau zu. Er ist in meinem Biounterricht, und ich sitze direkt schräg hinter ihm. Sein Name ist Stefan. Stefan Salvatore. Er kommt aus Italien und wohnt bei der alten Mrs. Flowers am Stadtrand.“

Im Buch wirkt Stefan wie ein Schwächling. Er ist sehr höflich und geht Elena aus dem Weg. Dazu kommt, dass er kleiner ist als die meisten Jungen. Außerdem wohnt er im Gegensatz zur Serie allein in einer Pension.

Weitere Charaktere

Elenas Clique besteht aus Caroline (schlank, „Photomodell“, kastanienbraunes Haar, grüne Augen), Bonnie (mit roten Locken) und Meredith. Bonnie, die eine ältere Schwester namens Mary hat, fängt ab der ersten Begegnung mit Elena an, über das „Handlesen“ zu reden und sich selbst als Medium zu bezeichnen. Auch Tyler Smallwood taucht einige Male auf.

Cover

Was ich nicht verstehe ist, dass auf dem Cover des Hörbuches die Schauspieler der TV-Serie zu sehen sind, die völlig anders aussehen. So sieht es aus, als wäre es das Hörbuch zur Serie.

Sprecher

Die Stimme von Adam Nümm ist für Hörbücher einfach nur perfekt! Sie ist sehr angenehm anzuhören. Jennie Appels Stimme allerdings finde ich nicht sehr passend, doch spricht sie zum Glück auch nicht viel. Ihre Stimme ist zu nett und zu unsicher.

Im Zwielicht, der erste Band der Tagebuch-eines-Vampirs-Reihe ist ein gelungener Einstieg, der mit tollen Charakteren und einer abwechslungsreichen Erzählperspektive glänzt.

Plot: 4/5
Charaktere: 4/5
Sprecher: 3/5
Spannung: 4/5
Titel: 3/5
Cover: 3/5
Ende: 3/5
Preis/Leistung: 3/5


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§ 4 Antworten auf [Rezension] The Vampire Diaries I von Lisa J. Smith

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  • Nismion sagt:

    Ich bin selber zu Anfang auch über das „kleine“ Problem gestolpert, dass ich zu sehr von der TV Serie beeinflusst war, als ich in die Buchreihe einstieg. Ich finde aber, das gibt sich sehr schnell, wenn man auch unbewusst immer noch die Bilder der Charaktere aus der Serie im Kopf rumfliegen hat.
    Aber bald schon, wenn man weiterkommt und tiefer in die Story einsteigt, merkt man sehr schnell, dass es etwas vollkommen Anderes ist.
    Ich habe die Reihe sehr genossen. Wenn ich auch bemerken muss, dass sie mir fast zu schnell zu Ende ging. :-) Und hat man sich an die Serie gewöhnt, so ist die Story der Buchreihe schon fast zu einfach.
    Aber so oder so, verscheucht es die Langeweile bis die Serie weitergeht. Nur kann man es leider nichts als Ergänzung zueinander sehen. Was ich persönlich schon schade finde.
    Grüsse

  • Libby sagt:

    Ich denke, dass sich das bei mir auch legt, wenn ich die nächsten Bände gelesen habe. Und, ja, ich habe immer die TV-Charaktere vor Augen. Das lenkt schon ab, wenn man anstatt Margaret andauernd Jeremy sieht. ;)

    Kein Wunder, dass es immer heißt, es basiere „frei“ auf den Büchern.

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