[Rezension] Matched von Ally Condie

30. April 2011 § 3 Kommentare

Originaltitel: Matched 
Dt. Titel: Cassia und Ky. Die Auswahl
Autorin: Ally Condie
Originalverlag: Dutton Juvenile
Genre: Dystopie
Sprache: Englisch
Seitenzahl: 384
Erscheinungsdatum: November 2010
Preis: Taschenbuch: 8,25€, Hardcover: 9,95€

>> Leseprobe <<

Klappentext

Cassia has always trusted the Society to make the right choices for her: what to read, what to watch, what to believe. So when Xander’s face appears on-screen at her Matching ceremony, Cassia knows with complete certainty that he is her ideal mate . . . until she sees Ky Markham’s face flash for an instant before the screen fades to black. The Society tells her it’s a glitch, a rare malfunction, and that she should focus on the happy life she’s destined to lead with Xander. But Cassia can’t stop thinking about Ky, and as they slowly fall in love, Cassia begins to doubt the Society’s infallibility and is faced with an impossible choice: between Xander and Ky, between the only life she’s known and a path that no one else has dared to follow.

Trailer

Leitmotive

Zukunft, Liebe, Aufstand, Überwachungs

Kaufgrund

Kurz bevor die Übersetzung Cassia und Ky. Die Auswahl erschienen ist, ist mir Matched in die Hände gefallen. Entschieden habe ich mich dann aber, die deutsche Ausgabe zuerst zu lesen.

Plot

Als Cassia bei ihrem Paarungsbankett in der Stadthalle plötzlich mit Xander gepaart wird, ist sie begeistert. Xander ist ihr bester Freund und sie weiß alles über ihn. Wer könnte besser zusammen passen?

Doch dann erscheint Cassia das Gesicht von Ky, einem Nachbarn, auf dem Bildschirm. Wie kann das sein? Plötzlich ist sie sich nicht mehr sicher, wer für sie bestimmt ist und ob überhaupt über sie bestimmt werden sollte.

Auch die englische Originalausgabe Matched hat mir gut gefallen, nachdem ich Cassia und Ky. Die Auswahl schon gelesen und für sehr gut empfunden habe.

Charaktere

Cassia Maria Reyes

Cassia wohnt in der Ahorn-Siedlung und ist 17 Jahre alt, als sie ihr Paarungsbankett besucht. Sie ist aufgeregt, da sie dort ihren Partner kennenlernt. Auf diesem Bankett, das zufällig genau an ihrem Geburtstag stattfindet, wird ihr Xander zugeteilt, der seit Kindertagen ihr bester Freund ist und schon bei der Hinfahrt mit Cassia über ihre Nervosität geredet hat. Ihr 10-jähriger Bruder Bram durfte aus Altersbeschränkungen nicht mitkommen. Genauso wie zu Cassias Zukünftigem, Xander, konnte ich auch keine Bindung zu Bram aufbauen. Sie blieben mir fremd, was auch daran liegen kann, dass alle Menschen dieser Gesellschaft etwas eintönig und charakterlos zu sein scheinen, weil sie nur Ausführer eines bis ins Detail ausgearbeiteten Zeitplans ihres Lebens sind. Erst nach circa der Hälfte des Buches konnte ich Charakterzüge in manchen der Charakteren erkennen.

Mich hat erstaunt, dass Cassia Tabletten schluckt, deren Wirkung sie sich nicht einmal im Klaren ist. Sie hinterfragt kaum und gehorcht einfach. In der Öffentlichkeit darf man nicht rennen und sie schläft mit Elektroden am Kopf – eine fantastische, perfekt aufeinander abgestimmte Welt hat sich Frau Condie da einfallen lassen. Aber diese Welt lässt sich auch gut als grau beschreiben, denn Cassia hat nur ein scheinbar schönes Leben. Alles wird bestimmt und sie muss als Sortiererin irgendwelche Zahlen sortieren. Doch andererseits ist Cassias Leben sehr wohlbehütet. Sie hat fürsorgliche Eltern, einen neckenden Bruder, einen besten Freund, ihre beste Freundin Em und besucht eine Höhere Schule.

Aber Casssia wird sich kurz vor Ende des Buches bewusst, wie eingeschränkt sie leben muss und was sie wirklich will. Das, was in unserer Gesellschaft erlaubt ist, worüber wir uns keine Gedanken machen müssen. Aber was wäre, wenn wir leben müssten wie in Cassias Welt?

Cassias Großvater

Man merkt, dass ihr Großvater Cassia sehr viel bedeutet. Bei ihrem (letzten) Besuch ist sehr offen und humorvoll, trotzdem sein Tod bevorsteht. Auch ist er nicht verwirrt oder senil; er benimmt sich auch nicht wie ein gebrechlicher Mann, sondern sorgt mehr oder weniger für sich selbst und zeigt Eigenständigkeit. Cassias Großvater ermutigt seine Enkelin aus dem Schatten zu treten, etwas zu wagen und nicht über sich bestimmen zu lassen und ängstlich zu sein. Der Brief, ein Geschenk Cassias an ihn an seinem Bankett, überraschte mich. Er war so lieblos dahinkopiert.

Xander Thomas Carrow

Xander ist Cassias bester Freund. Sie haben ihre gesamte Kindheit miteinander verbracht und sollen nun ihr ganzes, restliches Leben miteinander verbringen …

Ky Markham

Ky wurde von Patrick und Aida von Aidas Schwester adoptiert und erscheint fälschlicherweise auf Cassias Bildschirm als ihr Partner. Er wird nicht behandelt, wie alle anderen; er wird benachteiligt. Während mir die anderen Figuren innerhalb der Geschichte anfangs sehr einheitlich und gleich vorkamen, hatte Ky immer etwas eigenes an sich, was ihn von der Masse unterschied, obwohl er sich stets bemüht, durchschnittlich zu sein.

Erzählperspektive

Erzählt wird aus Sicht der Ich-Erzählerin Cassia. Das bietet viele Identifikationsmöglichkeiten.

Schreibstil

In der englischen Ausgabe kamen mir die Sätze nicht so simpel vor. Meistens waren sie länger und komplexer als in der deutschen Übersetzung. Mir wäre es allerdings andersherum lieber gewesen.

I don’t see him as much as I once did; last year, he received his work position early and he no longer goes to Second School with the rest of the youth in our Borough.

Mit Matched hat Condie den Einstieg in eine lesenswerte Trilogie geschafft. Das Ende lässt viele unbeantwortete Fragen offen, die das Warten auf den zweiten Band nur noch unerträglicher gestalten.

Plot: 5/5

Charaktere: 5/5

Schreibstil: 4/5

Spannung: 4/5

Titel: 5/5

Cover: 4/5

Ende: 4/5

Preis/Leistung: 5/5

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