[Rezension] Puerta Oscura. Totenreise von David Lozano Garbala

29. April 2011 § Hinterlasse einen Kommentar

Originaltitel: Puerta Oscura. Totenreise
Titel: La Puerta Oscura I. El Viajero
Autor: David Lozano Garbala
Übersetzerin: Susanna Mende
Genre: Fantasy, Horror
Verlag: Loewe
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 607
Reihe: 1. Band einer Trilogie
Erscheinungsdatum: Juni 2010
Preis: Hardcover: 19,95€

>> Leseprobe <<

Klappentext (Rückseite)

Pass auf, wenn du die dunkle Pforte durchschreitest!

Du begibst dich direkt in die HÖLLE.

Du hast nur sieben Tage Zeit in der Ewigkeit.

Dann schließt sich die Pforte wieder. Für immer.

Klappentext (Innenseite)

Eigentlich ist Pascal nur wegen Michelle zu der Gothic-Party in die Pariser Wohnung der Familie Marceaux gekommen. Doch bei der Suche nach passenden Klamotten für seine Kostümierung findet er in einer alten Truhe die Puerta Oscura, den geheimen Zugang zum Reich der Toten. Nur alle 100 Jahre, in der Nacht zu Allerheiligen, wird die Pforte geöffnet und gestattet einem einzelnen Wanderer den Eintritt in die Unterwelt. Aber das Gleichgewicht zwischen dem Totenreich und unserer Welt ist fragil. Wann immer ein Lebender in das Totenreich geht, gelangt ein Wesen aus der Unterwelt in die Wirklichkeit. Pascal hat einen Vampir befreit, der nun Michelle entführt, und sie in den tiefsten Winkeln der Hölle verstecken lässt. Zögernd, und nur mit einem magischen Medaillon bewaffnet, begibt sich Pascal erneut in das Reich der Toten. Er hat nur sieben Tage Zeit. Und die vergehen schnell – in der Ewigkeit!

Leitmotive

Tod, Mord, Totenreich, Leichen, Vampir

Location

Paris, Frankreich

Plot

Auf Jules‘ Party, zu der Pascal mit seinem im Rollstuhl sitzenden Freund Dominique und seiner Freundin Michelle gegangen ist, soll er sich in einer alten Truhe auf dem Dachboden ein Kostüm aussuchen. Dann aber passiert etwas seltsames. Es ruckelt und Pascal kann den Deckel der Truhe nicht mehr öffnen, denn um Mitternacht hat sich die Pforte zum Totenreich geöffnet und Pascal wurde zum Wanderer zwischen den Welten.

Er kann wieder zurück, doch darf das Gleichgewicht zwischen den Welten nicht schwanken. So kam es, dass ein Vampir durch die Pforte in die menschliche Welt geriet. Dieser ermordet drei Personen, um seinen Durst zu stillen. Danach kidnappt er Michelle, denn sie braucht er lebend. Er will nicht zurück in seine Welt.

Charaktere

Mit den Charakteren war ich nicht ganz so zufrieden. Zwar ist Pascal ein annehmbarer Protagonist und sein Freund Dominique durchaus witzig, doch gab es da auch noch Charaktere, die mir sehr unsymphatisch waren. Dazu gehört vor allem die Hellseherin Daphne. Eine alte, gebrechliche Frau, die angeblich „Fähigkeiten“ besitzt und Pascal durch ihre Hexerei und Talismane zu beschützen versucht. Abwechslungsreich waren die Gespräche zwischen den zwei Kriminalkommissaren. Allerdings haben mir die Alleingänge von der dicklichen Marguerite gar nicht zugesagt.

Erzählperspektive

Erzählt wird aus Sicht eines unbeteiligten Erzählers. Abwechselnd werden die Haupt- und Nebencharaktere begleitet.

Schreibstil

Ich bin mir nicht sicher, ob es an dem Autor Garbala liegt oder an der schlechten Übersetzung von Frau Mende. Jedenfalls wurden andauernd Sätze verwendet, die sich über mehr als fünf Zeilen erstreckten, dazwischen wurden nach dem Zufallsprinzip Semikola (;) gesetzt und der Satzbau war an manchen Textstellen kaum zu verstehen, auch nicht im Zusammenhang oder bei mehrfachem Durchlesen.

Der Boden, auf dem sie sich jetzt bewegten, war steinig und trocken, und das Meeraus Dunkelheit weit entfernt, hinter der Steilküste, wirkte wie dichte Nebelschwaden.

Die Grundidee ist bestimmt sehr interessant und ausbaufähig, allerdings hat mich die Umsetzug ein wenig enttäuscht. Die ersten vierhundert Seiten kommt Pascal einfach nicht voran, während sich Daphne, Dominique und Jules in Jules Haus auf dem Dachboden verschanzen, die Truhe bewachen und auf den Angriff des Vampirs warten. Bis auf die doch sehr wenigen Morde war die Handlung doch eher flach und eintönig. Insgesamt war das Buch mit seinen 607 Seiten vom Inhalt her völlig überfüllt, auch wenn die wechselnden Perspektiven für Abwechslung sorgten. In meinen Augen leider nichts Ganzes und nichts Halbes. Lediglich das Ende hält ein paar kleine Spannungsfetzen und Überraschungen bereit.

Plot: 3/5
Charaktere: 3/5
Schreibstil: 3/5
Spannung: 3/5
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Ende: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

[2] Puerta Oscura. Totengelächter

Pascal ist der Wanderer. Er ist der einzige Mensch, der die Dunkle Pforte durchschreiten kann, die Schwelle zwischen den Lebenden und den Toten. Unter der Führung der schönen Toten Beatrice hat er sich tief in das Reich der Verdammten vorgewagt und seine Freundin Michelle befreit, die dorthin entführt worden war. Nie wieder wollte Pascal nach diesem Erlebnis das Jenseits betreten, jedenfalls nicht vor seinem eigenen Tod. Doch er ahnt nicht, dass er beobachtet wird. Auf der Suche nach dem Wanderer geistert ein Dämon durch das Zwischenreich. Es ist Marc, der vermeintlich unschuldige zehnjährige Junge, den Michelle und Pascale aus Mitleid befreit haben. Er blickt durch jeden Spiegel, den er finden kann, hinein in unsere Welt. Denn er wartet nur auf die Gelegenheit, ins Leben zurückzukehren. Und während Pascal sich hin- und hergerissen fühlt zwischen seiner Liebe zu Michelle und der tiefen Sehnsucht nach Beatrice, erhält er einen neuen Auftrag: Er muss Marc wieder dorthin bringen, wohin er gehört: in die Hölle.

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