[Rezension] Radiance von Alyson Noel

26. April 2011 § 3 Kommentare

Originaltitel: Radiance
Dt. Titel: Riley. Das Mädchen im Licht
Autorin: Alyson Noel
Originalverlag: Mcmillan US
Genre: Fantasy
Sprache: Englisch
Seitenzahl: 183 Seiten
Ersterscheinung: August 2010
Preis: Taschenbuch: 8,95 €

>> Leseprobe <<

Klappentext

Riley has crossed the bridge into the afterlife—a place called Here, where time is always Now. She has picked up life where she left off when she was alive, living with her parents and dog in a nice house in a nice neighborhood. When she’s summoned before The Council, she learns that the afterlife isn’t just an eternity of leisure. She’s been assigned a job, Soul Catcher, and a teacher, Bodhi, a possibly cute, seemingly nerdy boy who’s definitely hiding something. They return to earth together for Riley’s first assignment, a Radiant Boy who’s been haunting a castle in England for centuries. Many Soul Catchers have tried to get him to cross the bridge and failed. But all of that was before he met Riley …

Trailer

Leitmotive

Leben nach dem Tod, Seelen, Jenseits, Tod, Brücke, Übergang

Kaufgrund

Da ich die Serie Dead Like Me, die nun leider abgesetzt wurde, so geliebt habe, kam mir die Buchreihe um Riley gerade recht. Denn auch in der Fernsehserie standen Seelensammler, die die Seelen ins Jenseits bringen, im Mittelpunkt.

Erster Satz

Most people think that death is the end.

Plot

Riley Bloom ist im Alter von zwölf Jahren bei einem Autounfall gestorben. Auch ihre Eltern und ihr Hund Buttercup sind dabei ums Leben gekommen. Nur ihre Schwester Ever überlebte. Jetzt, im Jenseits, ist Riley unglücklich, weil dieses Hier, wie es von allen genannt wird, einfach nicht ihr Fall ist. Zum Glück wird ihr vom Rat die Aufgabe zugeteilt, Seelen ins Jenseit zu begleiten. Sie hilft unglücklichen Seelen, die noch in der Welt der Sterblichen herumgeistern, ihren Weg über die Brücke zu finden. Zusammen mit Bodhi und ihrem Hund Buttercup bewältigt sie ihre zugeteilte Aufgabe.

Obwohl ich immer wieder höre, wie humorvoll die Geschichte um Riley ist, und ich dem auch teilweise zustimme, ist sie auf der anderen Seite sehr traurig. Immerhin ist Riley schon sehr früh gestorben, zusammen mit ihren Eltern, die jedoch die Brücke zum Jenseits überschreiten. Dazu kommt, dass ihre Schwester überlebt hat und nun alleine ist. Da jedoch die Handlung ein Jahr nach eben diesem Unfall stattfindet, hat Riley das Geschehene überwunden und versucht ihre Leben zwischen den Welten zu genießen so gut es geht.

Die Geschichte beginnt zunächst mit einer Einleitung, die dem Leser den Plot und die Charaktere näher bringen soll. Was mich allerdings überrascht hat, ist die Tatsache, dass Riley nach ihrem Tod noch in die Schule geht, als Untote Schlaf benötigt, aber nicht zwingend Nahrung zu sich nehmen muss, geschweige denn atmen muss.

Insgesamt plätschern die Ereignisse bzw. leeren Worte am Anfang so vor sich hin und bauen kaum Spannung auf. Erst ganz am Ende wird dieser Roman ein wenig besser, was allerdings auch ein bisschen zu spät ist, um eine mittelmäßige Bewertung zu verhindern. Ich habe mich nur wenig unterhalten gefühlt.

Charaktere

Die humorvolle Art der zwölfjährigen Riley Bloom hat ihre Situation bzw. ihren Tod ein wenig gelockert und aufgehellt. Trotzdem war sie mir die meiste Zeit ein wenig unsymphatisch. Sie war einerseits ich-bezogen und andererseits langweilig. Natürlich will sie zurück in ihr altes Leben und gibt auch zu, dass sie ihre Schwester braucht und diese sie, aber mir fehlte trotzdem irgendetwas an ihrem Charakter. Zu allen Nebenfiguren konnte ich überhaupt keine Bindung aufbauen. Sie blieben mir die meiste Zeit fremd. Kurz gesagt: die Charaktere haben mich enttäuscht.

Erzählperspektive

Die Ich-Erzählerin ist Riley Bloom selbst.

Schreibstil

Alyson Noel verwendet eine nicht ganz so leicht verständliche Sprache wie ich erwartet hatte. Manchmal zogen sich die Sätze in die Länge, sodass ich manche ein zweites Mal lesen musste. Auch benutzt sie in der wörtlichen Rede zwischen Riley und anderen ihrer Altersgruppe ununterbrochen Teenagerslang, der auf Dauer einfach nur stört. Oft kam es mir vor, ich würde ein Chatgespräch verfolgen. Das, was ich da gelesen habe, war nicht einmal mehr normale Umgangssprache.

Cover

Links abgebildet ist die deutsche Coverversion. Auch bei einer anderen Buchreihe Alyson Noels wurden die Vögel grafisch mit einer Blume verbunden.

Auf dem Originalcover sind Riley selbst und ihr Hund Buttercup abgebildet. Zudem ist im Hintergrund die Brücke ins Jenseit zu sehen.

Das Originalcover allerdings zeigt dem potentiellen Käufer allerdings schon die angesprochene Altersgruppe an. Das deutsche wirklt zu ernst und erwachsen für den gebotenen Inhalt.

Der erste Band der Spinn-Off-Serie von The Immortals mit dem Titel Radiance, was übersetzt „Glanz“ bedeutet, ist ein mittelmäßiger Einstieg in die mehrteilige Buchreihe. Leider gab es viele langatmige und öde Textstellen, die ich am liebsten übersprungen hätte. Dazu kommt, dass Riley der einzige Charakter ist, der wirklich eine Rolle spielt, da sonst kaum eine Nebenfigur zu Wort kommt. Ich habe von diesem Roman eindeutig mehr erwartet, denn die Idee hat Potential. Radiance ist eher ein Monolog als ein spannender Jugendroman.

Plot: 3/5
Charaktere: 2/5
Schreibstil: 2/5
Spannung: 3/5
Titel: 4/5
Cover: 3/5
Ende: 3/5
Preis/Leistung: 3/5

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