[Rezension] Smaragdgrün von Kerstin Gier

8. April 2011 § 4 Kommentare

Originaltitel: Smaragdgrün. Liebe geht durch alle Zeiten
Autorin: Kerstin Gier
Verlag: Arena
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 496
Reihe: 3. Band einer Trilogie
Ersterscheinung: Dezember 2010
Preis: Hardcover: 18,95 €

>> Leseprobe <<

Klappentext

Gwendolyn ist am Boden zerstört. War Gideons Liebesgeständnis nur eine Farce, um ihrem großen Gegenspieler, dem düsteren Graf von Saint Germain, in die Hände zu spielen? Fast sieht es für die junge Zeitreisende so aus. Doch dann geschieht etwas Unfassbares, das Gwennys Weltbild einmal mehr auf den Kopf stellt. Für sie und Gideon beginnt eine atemberaubende Flucht in die Vergangenheit. Rauschende Ballnächte und wilde Verfolgungsjagden erwarten die Heldin wider Willen und über allem steht die Frage, ob man ein gebrochenes Herz wirklich heilen kann …

Leitmotive

Liebe, Zeitreise, Familie

Location

London (England)

Plot

Als Gwendolyn erfährt, das Gideons Gefühle für sie nur gespielt waren, ist sie am Boden zerstört. Doch das Leben geht weiter. Mit tatkräftiger Unterstützung ihrer Freundin Leslie muss sie immerhin herausfinden, was ihr Großvater in dem Londoner Haus versteckt hat. Auch Xemerius, der Wasserspeierdämon, ihre jüngerer Bruder Nick und der mysteriöse Mr Bernhard, der Butler, helfen ihr.

Gideon hat mir nur was vorgespielt. Er liebt mich nicht.»Wahrscheinlich muss er ohnehin kaum etwas tun, damitdie Mädchenherzen ihm zufliegen«, hörte ich den Grafen vonSaint Germain mit seiner sanften, tiefen Stimme sagen, immer und immer wieder. Und: »Nichts ist leichter zu berechnenals die Reaktion einer verliebten Frau.«

Außerdem darf sie den anstehenden Ball im 18.Jahrhundert nicht vergessen, auf den sie zusammen mit Gideon gehen wird. Wieder sollen sie den Grafen von Saint Germain besuchen, vor dem sich Gwendolyn nach seiner Atacke auf sie fürchtet. Zudem fürchtet sie sich vor dem Menuett, das sie tanzen soll. Dann gilt es noch herauszufinden, was geschieht, wenn sich der Kreis der Zwölf geschlossen hat.

Besonders das Ende hat mir trotz einiger Unschlüssigkeiten sehr gut gefallen. Auch ist der Roman von der ersten bis zur letzten Seite sehr spannend. Die Zeitreisen und Veranstaltungen in der Vergangenheit haben die Handlung abgerundet.

»Xemerius? Bist du da?«, fragte ich halblaut und tastetenach dem Lichtschalter.»Kommt drauf an.« Xemerius baumelte kopfüber von derFlurlampe und blinzelte ins Licht. »Nur wenn du dich nichtwieder in einen Zimmerbrunnen verwandelst!« Seine Stimmewurde hoch und weinerlich, als er mich – leider ziemlich treffend – nachahmte. »Und dann hat er gesagt, ich habe keineAhnung, wovon du redest, und dann hab ich gesagt, ja odernein, und darauf hat er gesagt, ja, aber bitte hör auf zu weinen . . .« Er seufzte theatralisch. »Mädchen sind wirklich dieanstrengendste Sorte Mensch, die es gibt. Gleich nach pensionierten Finanzbeamten, Verkäuferinnen in Strumpfgeschäften und Vorsitzenden von Kleingärtenvereinen.«

– – – – – – – – – – – – – – – – – – Achtung: Spoiler – – – – – – – – – – – – – – – – – –

Der krönende Abschluss war meiner Meinung nach ganz gut gelungen. Mr Withman als den Grafen darzustellen ist ein guter Einfall, denn das hätte ich niemals vermutet. Auch war das Täuschungsmanöver genial. Gideon, der das Pulver aus dem Chronografen zu sich genommen hat und dadurch auch die Unsterblichkeit erlangte und dann natürlich auch nicht starb, als er angeschossen wurde – reife Leistung, Fra Gier. Leider blieben auch am Ende der Trilogie noch ein paar offene Fragen bestehen. Wenn doch in der Gegenwart der Chronograf nie vollendet gefüllt worden ist, wie kann es sein, dass der Graf unsterblich wurde?

Die Sache mit den Zeitreisen ist außerdem sehr unschlüssig, da die Zeitreisenden zwar nicht in die Zukunft reisen können, aber sie doch für die, die sie in der Vergangenheit besuchen, aus der Zukunft kommen. Wieso haben sie selber nie Besuch aus der Zukunft bekommen? Klar, weil dann die Zeitreisenden schon längst tot sind. Aber Gwen und Gideon würden noch leben. Wieso haben sie sich selbst nicht gewarnt?

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Erzählperspektive

Erzählt wird Smaragdgrün wie auch die Vorgänger Rubinrot und Saphirblau aus der Sicht Gwendolyns.

Schreibstil

An dem Schreibstil hat sich auch beim letzten Band nichts geändert. Ich persönlich habe den Schreibstil sowohl als einfach als auch als anspruchsvoll empfunden. Zum einen lässt sich das Buch flüssig durchlesen, zum anderen ist man nicht sofort unterfordert, was den Satzbau betrifft.

Charaktere

Wie auch beim ersten und zweiten Band gibt es bei den Charakteren nichts auszusetzen. Außerdem gibt es eine Überraschung. Einer der Charaktere ist nicht, wer er vorgibt zu sein …

Gwendolyn Shepherd

Die Protagonistin Gwendolyn, auch Gwen oder Gwenny genannt, ist 16 Jahre alt und wusste bis zu ihrem ersten Zeitsprung nicht, dass sie einer der Genträger ist. Sie hat schwarzes Haar und blaue Augen. Außerdem hat sie ein Muttermal in Halbmondform an der Schläfe.Sie lebt zusammen mit ihrer Mutter Grace, ihrem Bruder Nick, ihrer Schwester Caroline, ihrer Cousine Charlotte, Großtante Maddy, Tante Glenda, Mr Bernard und Lady Arista. Zusammen mit ihrer Freundin Lesllie, der sie unerlaubterweise von den Zeitreisen erzählt hat, versucht sie alle Geheimnisse zu lüften und sammelt alle brauchbaren Informationen.

Aber dann fiel mir wieder ein,dass ich ja das unglücklichste Mädchen auf der ganzen Weltwar, und ich sagte schniefend: »Wenn das so ist, dann hat Gideon ein Stück von meinem Herzen abgebissen! Und die ganze Schokolade drum herum hat er auch abgeknabbert. Duhättest sehen sollen, wie er geguckt hat, als . . .« Bevor ichwieder von vorne anfangen konnte, seufzte Leslie vernehmlich.

Gideon de Villiers

Gideon ist, genau wie Gwendolyn ein Zeitreisender. Er ist 19 Jahre alt, hat schwarze Haare und grüne Augen und studiert Medizin, was im Laufe der Hanldung einen Vorteil darstellt. Charlotte und er wurden von Kindesbeinen an darauf vorbereitet, ihre Mission zu erfüllen. Gideon lernte als Vorbereitung fechten, Geige und Polo spielen sowie alle möglichen Fremdsprachen. Sogar vor historischen Tänzen bewahrte man ihn nicht. Leider zeigt sich Gideon ziemlich arrogant und überheblich. Er denkt, er habe in Bezug auf den Zeitreiseneuling Gwendolyn das Kommando.

Graf von Saint Germain

Er beschäftigte sich mit dem Stein der Weisen und dem ewigen Leben. Er hat den Rat der Wächter gegründet. Die de Villiers sind seine Nachkommen. Sein „Seelenbruder“ heißt Miro Rakoczy, auch „schwarzer Leopard“ genannt, ist immer an seiner Seite. Die Zeitreisenden besuchen den Grafen oft in der Vergangenheit, da er der Chef der ganzen Mission ist. Er will den Chronografen mit allen Blutproben füllen lassen. Außerdem kann er Gedanken lesen.

Weitere Charaktere

Glenda Montrose, Charlotte Montrose, Leslie Hay, Grace Sheperd, Falk de Villiers, Dr Jakob White, James, der Geist, Mrs Jenkins, Mr Bernard, Mr Withman, Madame Rossini, Thomas George, Gordon Gelderman, Cynthia Dale, Lord Brompton, Miro Rakoczy, der „schwarze Mann“, Xemerius

Cover

Das Cover ist perfekt auf die Gestaltung des ersten Bandes abgestimmt. Saphirblaue Schrift, schwarze Silhouetten.

Wie auch die Vorgänger ist Smaragdgrün ein spannendes und interessantes Werk Giers. Ich habe es innerhalb eines Wochenendes gelesen. Gewartet habe ich dank enormer Lieferschwierigkeiten des Onlineversands von Weltbild sehr sehr lange. Schließlich war ich gezwungen, mir das Buch anderweitig zu kaufen, da mich der Kundenservice von Weltbild immer nur mit leeren Versprechen von wegen „Ihr Artikel wird umgehend bei Ihnen eintreffen.“ hingehalten hat.

Plot: 5/5
Charaktere: 5/5
Schreibstil: 5/5
Spannung: 4/5
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

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