[Rezension] Bis(s) zur Mittagsstunde von Stephenie Meyer

11. März 2011 § 6 Kommentare

Originaltitel: New Moon
Titel: Bis(s) zur Mittagsstunde
Autorin: Stephenie Meyer
Übersetzerin: Sylke Hachmeister
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 576
Reihe: 2. Band einer Tetralogie
Erscheinungsdatum: Februar 2009
Preis: Taschenbuch: 9,95 €, Hardcover. 19,90 €

>> Leseprobe <<

Klappentext

Bellas Traum scheint wahr geworden! Kurz nach ihrem 18. Geburtstag findet er jedoch ein jähes Ende, als ein kleiner, aber blutiger Zwischenfall ihr fast zum Verhängnis wird. Edward hat keine andere Wahl: Er muss sie verlassen. Für immer. Bella zerbricht beinahe daran, einzig die Freundschaft zu Jacob gibt ihr die Kraft weiterzuleben.Da erfährt Bella, dass Edward in höchster Gefahr schwebt. Und sein Schicksal liegt in ihren Händen. Sie muss zu ihm, rechtzeitig, bis zur Mittagsstunde.

Leitmotive

Vampir, Liebe

Location

Forks (Washington, USA), Quileute-Reservat, Volterra (Italien)

Plot

Bella hat einen Albtraum. Wenn sie alt werden würde, könnte sie nicht mehr mit Edward zusammen sein. Sie wäre alt wie eine Greisin und Edward sähe als Untoter noch lebendiger aus als sie selbst. Dann verabschiedet sich Edward auch noch von Bella. Die Cullens ziehen weg und hinterlassen keine Kontaktdaten. Nicht einmal Bella weiß, wo Edward sich aufhält. Edward dagegen hat Bella gebeten, nichts waghalsiges zu tun, während er weg ist. Ob sich Bella daran halten kann? Es scheint jedoch, als habe er nicht vor, zurückzukehren…

Die Geschichte von Bella und Edward geht in die zweite Runde. Aber wo zum Teufel steckt Edward die ganze Zeit? Ein paar Seiten zu Beginn und die letzten Kapitel taucht Edward auf. Eine wahre Enttäuschung für die meisten Leser. Ich hatte mir den zweiten Teil viel spannender vorgestellt, nachdem ich den ersten verschlungen habe. Ohne Edward beschäftigt sich Bella mit ihrem neuen besten Freund Jacob, der zum Werwolf, dem Todfeind der Vampire mutiert. Leider sendet Bella von Zeit zu Zeit falsche Signale an Jacob, der sich darauf Hoffnungen macht. Er will Bella für sich. Doch bevor er zum Werwolf wird, repariert er zwei Motorräder, die Bella sich – aus welchen plausiblen Gründen auch immer – spontan gekauft hat. Ihr Vater sollte dies nicht erfahren, denn Charlie würde sich nur Sorgen machen. Überhaupt macht sich Bellas Vater sehr viele Gedanken und Sorgen um seine zerbrechliche Tochter. Vielleicht wird man so, wenn die eigene Tochter andauernd in der Notaufnahme landet, doch wieso schreibt er seiner 18-jährigen Tochter vor, was sie zu tun hat? Ist sie nicht alt genug, um selbst zu entscheiden, was sie tun und lassen soll?

Als Bella dann anfängt mit einem der Motorräder zu fahren, obwohl sie damit keine Erfahrungen hat, habe ich mich gefragt, weshalb Jacob das zulässt? Bella hat auch noch einen Unfall, doch Jacob ist völlig blind vor Liebe und scheint von Bellas Plan, sich in Gefahr zu bringen, nichts mitzubekommen. Bellas Plan hat nur ein Ziel: Edward. Denn Bella hört Edwards Stimme, wenn sie etwas waghalsiges tut. Eigentlich ein netter Pausenfüller, doch kein ausreichender Plot für circa 350 Seiten.

Spannender wird es erst ab Edwards vampirische Adoptivschwester Alice auftaucht und Charlie aufgrund des angeblichen Todes Bellas zu trösten. Alice sieht in einer ihrer Visionen, wie Bella von der Klippe springt, was Bella auch tut. Doch Jacob rettet sie.

Natürlich ist die Nachricht von Bellas Tod auch bis zu Edward vorgedrungen. Nun will sich Edward von den Volturi, eines Vampirzusammenschlusses in Italien, töten lassen. Ohne Bella will er nicht weiterleben. Da frage ich mich, wieso Edward erst geht und dann bereut. Er hat immerhin sie verlassen, nicht anders herum. Wohl war er nur auf Bellas vampirfreie Zukunft bedacht, doch das ging nach hinten los.

Der spannendste Teil begann meiner Meinung nach bei dem Flug nach Italien. Bella und Alice saßen zwar anfangs nur im Flugzeug, doch der Autodiebstahl und die weitere Handlung haben mein fast ersticktes Interesse wiederbelebt. Das war das Mindeste, was ich nach über 300 Seiten pure Langeweile erwarten konnte.

Nachdem Bella Edward wiedergefunden und vor seinem selbst erwählten Schicksal bewahren konnte, beginnt wieder eine Einschlaf-Phase. So einfach es war, Edward vor dem Tod zu bewahren, so leicht ist es, die Festung der Volturi wieder zu verlassen. Zwar soll Bella schleunigst in einen Vampir verwandelt werden, da sie schon viel zu viel weiß, doch das war es auch schon an Spannung.

Erst der Epilog lässt jeglichen verbliebenen Lesespaß wieder aufblühen. Die Begegnung mit Bella, Edward und Jacob ist zugegebenermaßen noch spannender als die Flugzeug-Scene, denn Jacob hat Bella bei Charlie verpetzt. Nun weiß er von den Motorrädern. Jacob betont, es sei zu Bellas Schutz (natürlich wollte er auch, dass Bella Hausarrest bekommt, damit sie Edward nicht mehr sehen kann), doch als er erfährt, dass Bella sowieso schon Hausarrest hat und Jacob nur deswegen nicht zuhause besucht hat, tut es ihm ganz plötzlich leid.

Cover

Beim Piper Verlag ist Stephenie Meyers Bestseller noch einmal mit dem Originalcover erschienen. Mir gefallen beide Cover, obwohl die Farben auf dem rechts abgebildeten viel passender und intensiver sind.

Insgesamt bin ich unzufrieden. Genauso gut hätte ich alles bis auf den letzten Teil weglassen können. Bellas Zerfall in Selbstmitleid und ihre Sucht nach Edward-Halluzinationen hätte ich mir nicht antun müssen. Zwar ist der Schreibstil nach wie vor sehr gut, doch die Handlung hat mich sehr enttäuscht.

Der dritte Band steht noch ungelesen im Regal. Ich hoffe, dass sich Frau Meyer in den dritten Teil mehr gut durchdachte Plots eingebaut hat, sodass es durchweg spannend bleibt oder erst einmal wird.

Plot: 2/5
Charaktere: 3/5
Schreibstil: 5/5
Spannung: 3/5
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 4/5

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