[Rezension] Onkel Montagues Schauergeschichten von Chris Priestley

7. März 2011 § 7 Kommentare

Originaltitel: Uncle Montague's Tales of Terror
Titel: Onkel Montagues Schauergeschichten
Autor: Chris Priestley
Übersetzerin: Beatrice Howeg
Illustrator: David Roberts
Verlag: Bloomsbury
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 224
Reihe: 1. Band einer (unabhängigen) Trilogie
Erscheinungsdatum: Februar 2010
Preis: Hardcover: 15,90 €

>> Leseprobe <<

Klappentext

Onkel Montague lebt allein mit seinem mysteriösen Diener Franz in einem düsteren alten Haus. Obwohl der Weg zu ihm durch einen unheimlichen Wald führt, besucht Edgar ihn sehr gerne, denn Onkel Montague scheint über einen unerschöpflichen Vorrat an Schauergeschichten zu verfügen. Doch je mehr von diesen Geschichten Edgar hört, desto unbehaglicher ist ihm zumute. Draußen wird der Nebel immer dichter, im Haus wird es immer kälter, und seltsame Geräusche sind zu hören. Was hat es mit diesen Geschichten auf sich? Woher kennt Onkel Montague sie und warum bewahrt er Gegenstände, die in den Geschichten vor kommen, in seinem Haus auf?

Leitmotive

Gruselgeschichten, Tod, Kinder

Kaufgrund

Ganz klar: das wunderschöne Cover!

Plot

Das Buch Onkel Montagues Schauergeschichten umfasst mehrere Gruselgeschichten, die Onkel Montague seinem jungen Neffen Edgar erzählt. Das Haus verlassen Edgar und sein Onkel erst am Ende der Geschichte. Die ungewöhnlichen Geschichten befassen sich mit dem Thema Kinder und Tod und hängen jeweils mit einem Gegenstand, der sich in dem Raum befindet, zusammen.

Edgar sieht schon zu Beginn des Buches ein paar Kinder zwischen den Bäumen vor Onkel Montagues Haus. Diese nehmen eine wichtige Rolle im Verlauf der Handlung und den erzählten Geschichten ein. Edgar ist etwas ängstlich, auch weil sein Onkel alleine mit seinem Diener Franz lebt.

Charaktere

Edgar ist der Protagonist der Geschichte. Als er seinen Onkel Montague besucht, begegnet er ein paar Kindern, die auch eine immer größer werdende Nebenrolle in der Handlung einnehmen. Dann exsistiert noch der Franz, der Diener von Edgars Onkel. Edgar hat Franz jedoch nie zu Gesicht bekommen.

Cover

Die Covergestaltung ist perfect gelungen. Das deutsche Cover unterscheidet sich kaum von dem der englischen Originalausgabe. Comicartige Cover mit liebevollen und detailreichen Zeichnungen sind immer ein Hingucker. Besonders bei diesem. Ohne dieses wundervolle Cover hätte ich mir wahrscheinlich gar nicht den Klappentext durchgelesen und diese tollen Geschichten wären mir entgangen.

Lediglich bei Tales of Terros from the Tunnel’s Mouth sieht das Cover anders aus als bei den ersten beiden Bänden. Dort ist es schwarz-grau und der Junge, der auf dem Cover zu sehen ist sieht Edgar etwas ähnlich.

Insgesamt sind die Geschichten sehr fantasievoll und spannend. Mit jeder weiteren Geschichte, die Edgar hört, fühlt er sich unbehaglicher. Denn die Geschichten und seinen Onkel verbindet mehr als ihm Recht ist. Das Ende der Geschichte war überraschend. Niemals hätte ich das, was Edgar zu Beginn kurz beschreibt, für wichtig gehalten. Doch im Laufe der Geschichte hat sich dessen Bedeutung geädert. Was mich noch mehr begeistert hat als die Haupthandlung mit Edgar und seinem Onkel Montague, waren die Kurzgeschichten, die der fiktive Onkel seinem Neffen erzählt. Spannend, gruselig und faszinierend. Eine der Geschichten hat mich dermaßen in seinen Bann gezogen, dass ich nicht mehr auf die Uhrzeit geachtet habe. Auch war sie so authentisch, dass ich mich vor Spiegeln gefürchtet habe, bis es wieder taghell war. Ein sehr fesselndes Buch mit ausgefallenem Plot. Abwechslung entsteht dank der zahlreichen Kurzgeschichten zu genüge. Dieses Buch ist sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene durchaus geeignet. Ein Hingucker ist das Cover – ein künstlerisches Meisterwerk. Ich freue mich auf mehr von Chris Priestley!

So spannend die Geschichte auch sein mag, einen Abzug gibt es trotzdem, denn mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis bin ich nicht ganz einverstanden. 224 Seiten für einen stolzen Preis von 15,90 Euro. Für diesen Preis erhält man auch Bestsellerromane in gebundenen Ausgaben, die mit bis zu 450 Seiten glänzen.

Plot: 5/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 4/5
Spannung: 5/5
Titel: 4/5
Cover: 5/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 3/5


Band 2: Schauergeschichten vom schwarzen Schiff

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