[Rezension] Bis(s) zum Morgengrauen von Stephenie Meyer

7. März 2011 § 15 Kommentare

Originaltitel: Twilight
Titel: Bis(s) zum Morgengrauen
Autorin: Stephenie Meyer
Übersetzer: Karsten Kredel
Verlag: Carlsen
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 528
Reihe: 1. Band einer Tetralogie
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Preis: Taschenbuch: 9,95 €, Hardcover: 19,90 €

>> Leseprobe <<

Klappentext (Rückseite)

Es gab drei Dinge, deren ich mir absolut sicher war: Erstens, Edward war ein Vampir. Zweitens, ein Teil von ihm – und ich wusste nicht, wie mächtig dieser Teil war – dürstete nach meinem Blut. Und drittens, ich war bedingungslos uns unwiderruflich ich ihn verliebt.

Klappentext (Innenseite)

Mit Romantik oder gar Leidenschaft hätte Isabella Swan ihren Umzug in die langweilige, verregnete Kleinstadt Forks kaum in Verbindung gebracht. Bis sie den undurchschaubaren und unwiderstehlichen Edward kennen lernt. Mit aller Macht fühlt sie sich zu im hingezogen. Und riskiert dabei mehr als ihr Leben…
Isabella und Edward – die Geschichte einer berauschenden, berückenden, betörenden Liebe, einer Liebe gegen jede Vernuft.

Leitmotive

Vampir, Liebe, Familie, Ewigkeit, Unsterblichkeit

Location

Forks (Washington, USA), Quileute-Reservat

Plot

Der erste Band der vierteiligen Vampirsaga von Stephenie Meyer beginnt mit Isabella Swans Rückkehr ins regnerische Forks, was als Handlungsort eine gute Wahl ist, da die Vampire im Sonnelicht entlarvt werden könnten. Keine anderer Kleinstadt in den USA hat eine derartig hohe Niederschlagsquote. Dort lebt Bellas Vater, den sie nur Charlie nennt. Ich vermute, sie nennt ihn nicht “Dad”, da sie vierzehn Jahre lang immer nur ein paar Wochen bei ihm verbracht hat. Seit dem Säuglingsalter hat sie bei ihrer Mutter in Phoenix im US-Bundesstaat Arizona gelebt. In Forks angekommen, muss sie besorgnisumhüllte E-Mails ihrer Mutter beantworten und trifft alte Bekannte, darunter Jacob und sein im Rollstuhl sitzender Vater, der mit Charlie befreundet ist. Die folgenschwere Begegnung ereignet sich jedoch erst in der Schule, und zwar im Biologieunterricht, genau wie in Engel der Nacht. Bella soll sich neben Edward Cullen setzen, der jedoch verdächtig viel Abstand zu ihr hält und auch sonst nicht sehr begeistert von ihrer Anwesenheit zu sein scheint. Nach Ende der Stunde läuft Edward schleunigst zur Tür hinaus. Im Sekretariat bittet er darum, den Biologiekurs zu wechseln. Kein Wunder, dass Bella denkt, er hasse sie.

Ich hatte mir nie viele Gedanken darüber gemacht, wie ich sterben würde, obwohl ich in den vergangenen Monaten allen Grund dazu gehabt hätte. Und wenn, wäre meine Vorstellung ohnehin eine andere gewesen.

Ohne zu viel vorweg zu nehmen – obwohl ich bezweifle, dass es noch Menschen auf diesem Planeten gibt, die die Handlung nicht kennen -, ob durch Buch oder Film: Edward rettet Bella in einer düsteren Gasse das Leben, lädt sie zum Essen ein und sagt, dass er sich nicht mehr von ihr fernhalten kann.

Im Laufe der Handlung stellt Bella Nachforschungen über eine Suchmaschine im Internet an und stellt die Vermutung auf: Edward ist ein Vampir. Nachdem er ihr das bestätigt hat, steht ihrer Liebe fast nichts mehr im Wege. Doch die ganze Zeit sträubt sich Edward dagegen, Bella ihn lieben zu lassen, und schlägt Mike, einen Schulkameraden, der Bella offensichtlich sehr mag, als besseren festen Freund vor. Als Bella dann auch noch ein Vampir werden will, um für immer mit ihm zusammen sein zu können, wird er nur noch widerspenstiger. Dann ist auch noch ein “Tracker” hinter Bella her, und Edward will sie in Sicherheit bringen. Bedauerlicherweise wird Bella reingelegt. Ihr wird vorgetäuscht, ihre Mutter sei in Gefangenschaft, und so macht sie sich auf den Weg in ihr altes Ballettstudio. Dort angekommen merkt sie, dass die ganze Aktion eine Täuschung war. Ihr vampirischer Geiselnehmer verletzt sie und beißt sie in die Hand. Daraufhin verteilt sich das Gift in ihrem Körper und sie droht zum Vampir zu mutieren. Da kommt ihr Edward zur Hilfe und saugt das Gift aus ihrer Blutlaufbahn. Dabei konnte er sich trotz des wohlschmeckenden Blutes Bellas sehr gut beherrschen. Das hat leider die Spannung genommen. Zudem stellt Bella ihn – noch im Krankenhaus liegend – zur Rede, weshalb er sie denn nicht einfach verwandelt haben ließe. Anstatt ihm zu danken, macht sie ihm quasi Vorwürfe. Auch der Treppensturz als Tarnung für die Verletzungen scheint mir etwas unrealistisch zu sein. Außerdem heißt es, Bella würde andauernd in der Notaufnahme landen. Da frage ich mich: Wieso lebt sie überhaupt noch?

Charaktere

Isabella “Bella” Swan

Die 17-jährige Isabella wurde in Forks geboren. Ihre Eltern, Charly Swan und Renee Dwyer, waren verheiratet und lebten  gemeinsam in Forks, bis Renee sich von Charly verabschiedete. Nach der Scheidung zieht mit Bella nach Phoenix im US-Bundesstaat Arizona. Dort lernt Bellas Mutter einen neuen Mann kennen, jedoch erst, als Bella schon 17 Jahre alt ist. Ihr neuer Ehemann, Phil, ist Baseballspieler.

In Forks schenkt Charly seiner Tochter einen gebrauchten roten Transporter. Bis Billy Black, ein Freund Charlys im Rollstuhl landete, gehörte er ihm.

Bella ist ein sehr ängstlicher Mensch. Sie besucht häufiger als Verletzte die Notaufnahme und fällt andauernd in Ohnmacht. Bella fand ich sehr authentisch und “real”, doch ihre Schwächeanfälle ließen sie mehr als idiotisch dastehen. Wenn Edward sie nur ansieht, kippt sie um, woraufhin er sie auffängt.

Da Bella und ihr Vater sonst nicht viel Kontakt zu haben scheinen, erscheint es mir plausibel, dass sie ihn Charlie und nicht “Dad” nennt. Doch hat mich das beim Lesen an manchen Textstellen gestört. Ein weiterer Aspekt, der sämtliche Nerven zerstört, ist die “Ich-will-sofort-Vampir-werden”-Sache. Sicherlich können Bella und Edward nicht zusammen sein, wenn er noch immer im toten Körper eines 17-Jährigen steckt und Bella ein Fall fürs Altersheim ist, aber Bella ist vom ersten Moment an wie besessen.

Edward Cullen

Edward ist ein Vampir, er ist wie Bella 17 Jahre alt und glitzert wie alle Vampire im Sonnenlicht. Es sind kaum Charakterzüge erkennbar. Er ist verschlossen und will nicht, dass Bella ein Vampir wird. Überhaupt scheint Bella seine einzige Schwäche zu sein. Ansonsten ist er perfekt, aber im negativen Sinne. Er ist langweilig, denn er kann alles, weiß alles und sieht immer gut aus, so wie alle Cullens.

Nachdem er zu einem Vampir geworden ist, kann Edward Gedanken anderer Menschen lesen. Außerdem verzichtet er auf menschliches Blut und saugt daher nur Tiere wie beispielsweise Rehe aus.

Jacob Black

Jacob ist der einzige, der ein Hobby hat. Vielleicht macht ihn das auch so dreidimensional. Dafür merkt man schnell, dass er Bella sehr gerne hat. Dank Edward hat er jedoch keine Chance bei ihr. Immer wieder kommen Konflikte auf, da Bella auf ewig mit Edward zusammen sein will, Bella aber auch mit Jacob befreundet ist, sich Edward und Jacob aber nicht ausstehen können.

Erzählperspektive

Erzählt wird aus der Sicht Bellas, also in der Ich-Perspektive.

Andere Cover

[Japan, Niederlande, Tschechien, Thailand]

JapanDutchCzechThailand

[China, Russland, Korea, Norwegen]

 ChinaRussiaIndonesiaNorway

[Finnland, Indonesien]

FinlandIndonesia

Insgesamt muss ich sagen, dass mir einige Textstellen ein Lächeln ins Gesicht gezaubert haben. Das lag nicht nur am Schreibstil und an der Wortwahl, sondern auch an der jeweiligen Situation und den guten Beschreibungen.

Wie schon erwähnt hat Edward leider keine Schwächen außer Bella. Bella hingegen würde mir besser gefallen, wenn sie nicht immer Schwächeanfälle hätte oder unzählige Male erwähnen würde, dass sie ein Dauergast der Notaufnahme ist.

Die allgemeine Handlung finde ich – ohne sie mit anderen Vampirromanen zu vergleichen – ganz gut. Ich frage mich nur: Wieso sollten Vampire in der Sonne glitzern? Macht das Sinn, dass tote, jahrhundertealte Körper glitzern? Der einzige Grund, weshalb ich es akzeptiere, ist die Entstehungsgeschichte des gesamten Romans. Frau Meyer hatte einen Traum, in dem sie die Lichtung im Wald und den glitzernden Körper eines Mannes gesehen hat. Da erst dadurch die Geschichte entstehen konnte, ist das Glitzern kein großer Fehlgriff. Auch wer keine Vampire mag, wird die emotionalen Kapitel mit Bella und Edward trotzdem lieben.

Plot: 5/5
Charaktere: 5/5
Schreibstil: 5/5
Spannung: 4/5
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Ende: 4/5
Preis/Leistung: 5/5

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