[Rezension] Beastly von Alex Flinn

7. März 2011 § 5 Kommentare

 
Originaltitel: Beastly
Autorin: Alex Flinn
Übersetzerin: Sonja Häußler
Verlag: Bastei Lübbe (Baumhaus)
Genre: Fantasy
Sprache: Deutsch
Seitenzahl: 336
Erscheinungsdatum: 2011
Preis: Hardcover: 12,99 €

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Klappentext

Kyle Kingsbury ist eine Bestie, die nachts durch New York streift – ein hässliches Monstrum. Doch Kyle war nicht immer so. Er war mal ein Junge, mit dem jeder andere gerne getauscht hätte, ein gutaussehender, reicher und bei vielen Mädchen beliebter Kerl. Doch er war auch arrogant, eingebildet und überheblich. Zur Strafe wurde er dazu verflucht, dieses grässliche Biest zu sein -jetzt kann nur noch die Liebe diesen Fluch brechen.

„Ich bin eine Bestie. Eine Bestie. Kein Wolf oder Bär, kein Gorilla oder Hund, sondern eine entsetzliche Kreatur mit aufrechtem Gang – ein Wesen mit Reißzähnen und Klauen. Aus jeder Pore sprießen mir Haare. Ich bin ein Monster. Du glaubst wohl, ich erzähle Märchen? Falsch. Ich lebe in New York. In der Gegenwart. Ich bin keine Missbildung, bin nicht krank. Aber ich werde für immer so bleiben – bin ruiniert – es sei denn …“

Leitmotive

Liebe, Hexe, Bestrafung, Deadline, Monster, Märchenadaption

Location

New York City (New York, USA)

Plot

Kyle Kingsbury ist arrogant, reich und oberflächlich. Doch für seine Respektlosigkeit wird er bestraft. Sein menschliches Erscheinungsbild weicht einem bestialischem. Um den Fluch zu brechen, muss Kyle innerhalb der nächsten zwei Jahre ein Mädchen findet, das seine Liebe trotz seines Aussehens erwidert. Zunächst zieht Kyle mit seinem Vater, der als Nachrichtensprecher arbeitet, los, um sich von Fachärzten beraten zu lassen. Als den Kingsburys mehrfach bestätigt wird, dass nicht einmal ein chirurgischer Eingriff helfen wird, sind beide verzweifelt. Da sich Kyles Vater nicht länger damit herumschlagen will, kauft er seinem entstellten Sohn eine Stadtvilla in Brooklyn. New York. Dort lebt er mit dem Hausmädchen Magda, einem blinden Privatlehrer namens Will und dessen Hund.

Ich bin eine Bestie. Eine Bestie. Kein Wolf oder Bär, kein Gorilla oder Hund, sondern eine entsetzliche Kreatur mit aufrechtem Gang – ein Wesen mit Reißzähnen und Klauen. Ich bin ein Monster. Du glaubst wohl, ich erzähle Märchen? Falsch. Ich lebe in New York. In der Gegenwart. Ich bin keine Missbildung, bin nicht krank. Aber ich werde für immer so bleiben, es sei denn, die Liebe kann den Fluch brechen.

Von der Handlung her gleicht das Buch für mich einem Märchen. Besonders der Anfang der Geschichte hat mir zugesagt. Doch als sich Kyle ein Mädchen quasi in sein Haus sperren lässt, war ich sehr überrascht. Der Vater des Mädchens hat seine Tochter freiwillig an ein Monster abgegeben, um selbst einer Bestrafung zu entgehen. Und sie macht sich auch noch Sorgen um ihn, obwohl er sie schlug und herumscheuchte. Von Die Schöne und das Biest beinhaltet das Buch anscheinend nur das Biest, denn Kyle findet Lindsy, so der Name des Mädchens, anfangs eher durchschnittlich und nicht besonders hübsch. Ich vermute, dass Kyles selbstlose Tat, das Mädchen zu ihrem Vater gehen zu lassen, sie dazu bewegt hat, ihn zu mögen. Schließlich liebt sie ihn, was ich in Anbetracht der Umstände ein wenig fragwürdig finde. Erst sperrt er sie ein, dann versucht er sie glücklich zu machen, indem er ihr alles kauft, was sie will, und dann lässt er sie wieder zu ihrem alkoholabhängigen, gewalttätigen Vater. Nur, weil sie sich solche Sorgen um ihn macht, da er irgendwo auf der Straße liegt, wie Kyle ihr in seinem Spiegel gezeigt hat.

Insgesamt ist es eine sehr rührende Schicksals- und Liebesgeschichte. Flüssig zu lesen und leicht zu verstehen. Besonders die zweite Identität der Hexe Kendra hätte ich niemals erwartet. Zwar gab es Andeutungen, doch habe ich diese nicht richtig wahrgenommen. Da sich Kyle eine ganze Weile lang nicht aus dem haus traut, gab es an diesen Stellen auch sehr langweilige Passagen. Die Idee mit den Rosen im Garten, die er so fanatisch züchtet, finde ich ganz nett, doch wirkt Kyle in der Mitte des Buches dadurch etwas unmännlich.

Charaktere

Kyle Kingsbury, der Protagonist lebt zunächst bei seinem Vater, dann in einer Stadtvilla mit Will, dessen Hund, Magda und Lindsy zusammen. Kyle ist zwar zu Beginn ein Mensch, doch er verhält sich keineswegs angemessen. Er schikaniert andere aufgrund ihre Äußeren und stellt den Charakter einer Person als nebensächlich dar. Die Hexe Kendra lädt er zuerst zum Schulball ein, doch dann taucht er mit einer anderen beliebteren Schülerin auf. Das verärgert Kendra, denn nun muss sie Kyle bestrafen. Er verwandelt sich dank ihres Fluchs auch äußerlich in ein Monstrum. Jeder soll sehen, wie Kyle wirklich ist. Kendra ist jedoch so gnädig, dass sie Kyle eine Chance lässt, den Fluch zu brechen. Das Internet ist Kyles erster Anhaltspunkt, da ihn dort niemand sehen kann. Doch mithilfe von Kendras Spiegel erst findet er seine wahre Liebe.

Den Beschreibungen zu urteilen ist Kyle zweigeteilt, was Lindsys Äußeres betrifft. Als liebenswürdig, vertrauenswürdig und verantwortungsbewusst stellt sich Lindsy heraus. Doch beim Lesen war ich in Bezug zu ihrem Aussehen zweigeteilt. Ich konnte mir die fiktive Lindsy nicht vorstellen. War sie nun hübsch oder hässlich? Zunächst fand Kyle sie hässlich, dann schwankte er zwischen durchschnittlich und nichts Besonderes, zum Schluss war sie dann doch bezaubernd, geschminkt und in ein altes Kleid gezwängt.

Erzählperspektive

Erzählt wird durchgehend aus Sicht Kyles.

Schreibstil

Beastly lässt sich schnell durchlesen, da der Schreibstil einfach und passend angewandt wurde.

Cover

Das Cover ist bis auf Kleinigkeiten von der originalen Ausgabe übernommen worden. Auch hat es durch die weiße Rose Bezug zur Handlung und durch den schwarzen Hintergrund einen Kontrast zu der Rose und der roten Schrift. Das spanische Cover allerdings wurde Veränderungen unterzogen, die leider jedoch zum schlechteren Design geführt haben.

Passender Titel, märchenhafte Geschichte, interessanter Plot – was will man mehr? Abzüge gibt es jedoch bezüglich der Charaktere und der langweiligen Passagen. An der Idee gibt es nichts auszusetzen, nur die Umsetzung der mittleren Handlung, die zum Teil nur in Kyles Stadtvilla und seinem Garten stattfindet, ist nicht ganz so perfekt gelungen. Trotzdem habe ich das Buch sehr gerne gelesen, da es sich flüssig und leicht lesen lässt.

Plot: 5/5
Charaktere: 4/5
Schreibstil: 5/5
Spannung: 4/5
Titel: 5/5
Cover: 5/5
Ende: 5/5
Preis/Leistung: 4/5
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§ 5 Antworten auf [Rezension] Beastly von Alex Flinn

  • Kathie sagt:

    Diese Lindsy war mir etwas zu seltsam. außerdem wurde sie von kyle doch qiuasi gekauft oder?
    Ich stimme dir zu, dass der Beginn sehr spannend war. :)

  • Gina sagt:

    ja, hat echt was von einem zauberhaften Märchen. Ich muss es unbedingt auf meine wunschliste tun…!

  • Libby sagt:

    Teils. Immerhin lässt Kyle Lindsy zu ihrem Vater gehen. Kyle selbst versucht einfach, es ihr so schön wie möglich (in seiner Gefangenschaft) zu machen. Auch wenn Geld und Materielles die falschen Lösungen sind. ;)

  • Farina sagt:

    Das ist wie Lo’s „Ash“ ein gelungenes Märchen.

  • […] freie Adaption des bekannten Märchens Die Schöne und das Biest. Vorlage war der gleichnamige Roman von Alex […]

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